Wednesday, 18. november 2009 3 18 /11 /Nov. /2009 09:03

Sonntag, 15.11.09  19.50

Das schlimme Wetter scheint vorbei zu sein, der Morgen zeigte sich jedenfalls heute mehrheitlich sonnig, nur in den Bergen hing das Gewoelk. Ich hatte also richtig entschieden, erst heute den Waimea Canyon zu besuchen. Die Strasse fuehrt im Suedwesten von Kauai bis auf ca. 1200 m Hoehe meist am Rand des Canyons entlang. Von diversen Lookouts sieht man tief in den weit verzweigten Canyon hinunter, verschiedene Wasserfaelle beleben das Bild. Schon nicht gerade der Grand Canyon, aber eindruecklich allemal. Das Beste kommt aber erst bei den beiden hintersten Aussichtspunkten, hier sieht man naemlich auf die andere Seite hinunter in ein tiefes Tal und bis an die Napali Coast, die praktisch unberuehrt ist (darum auch keine inselumrundende Strasse). Bei der Rueckfahrt kamen dann endlich all die Regenbogen zum Vorschein, die ich von meinem ersten Hawaii-Aufenthalt vor fast 17 Jahren in Erinnerung hatte. Ich konnte aber nicht fuer jeden anhalten und fotografieren, sonst waere ich jetzt noch dran. Dann machte ich noch einen Abstecher zum Salty Point Beach und fuhr dann gemuetlich zurueck nach Lihue. Zum Abschluss des Kauai-Aufenthalts gabs schliesslich ein feines Znacht und ein paar gute Drinks im Steakhouse gegenueber dem Hotel.

von Woody
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Wednesday, 18. november 2009 3 18 /11 /Nov. /2009 08:56

Zugegeben, der Vergleich ist etwas weit hergeholt, aber auch Hawaiianisch ist eine vom Englisch sehr abweichende Sprache. Sie kommt natuerlich aus dem polynesischen Raum, zwischen Samoa, Tahiti und Neuseeland bestehen verwandte Sprachen. Das hawaiianische Alphabet besteht aus nur zwoelf Buchstaben, den bekannten fuenf Vokalen sowie den  Konsonanten H, K, L, M, N, P und W, und damit hat sichs.
Kleine Grammatik gefaellig:
- jedes Wort muss mit einem Vokal enden
- jedem Konsonant folgt mindestens ein Vokal
- jede Silbe muss mit einem Vokal enden

Kein Wunder, dass sich so sehr klangvolle Worte und Saetze ergeben...

von Woody
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Tuesday, 17. november 2009 2 17 /11 /Nov. /2009 20:12

Samstag, 14.11.09  19.35

Er musste ja einmal kommen, der Regentag. Aber sooo heftig waere dann auch nicht noetig gewesen! Ich wollte heute an die Nordkueste fahren, bis die Strasse nicht mehr weitergeht. Auf Kauai sind von der Hauptstadt Lihue aus gesehen naemlich alle Strassen Sackgassen, keine fuehrt um die ganze Insel herum. Wird dann z.B. wegen Ueberflutung eine Strasse gesperrt, kann man ganz ploetzlich in der Falle sitzen, und das waere mir heute beinahe passiert. Kaum hatte ich naemlich Lihue hinter mir gealssen, begann es immer heftiger zu regnen, ja es schuettete so richtig. Erst wollte ich zum Kailua Lighthouse, ein Leuchtturm auf einer Klippe, dort musste ich allerdings lange im Auto warten, bis der Regen so nachgelasen hatte, dass man fotografieren konnte. Auf dem weiteren Weg nach Princeville wurde dann auch die Hauptstrasse immer oefter zum Bach. Und der Rest ab Princeville nach Hanalei war bereits gesperrt. Von einem Lookout haette man das ueberflutete Hanalei-Valley gesehen, doch auch hier wartete ich eine halbe Stunde vergebens, dass der Regen nachliess (spaeter berichteten die News dann von den heftigsten Ueberschwemmungen in diesem Tal seit Jahrzehnten). Im Gegenteil, es schuettete immer heftiger, und irgendwann musste ich die Uebung abbrechen, denn auf der Hinfahrt war eine Stelle der Hauptstrasse bereits kritisch ueberflutet gewesen. Tatsaechlich war bei der Rueckfahrt noch knapp eine Spur befahrbar, die Polizei war vor Ort, man kam mit Hilfe der Cops noch knapp durch. Weiter gings durch heftigen Regen und ich hatte Lihue noch nicht erreicht, als man im Radio berichtete, dass die Strase dort nun endgueltig gesperrt worden sei, ich hatte also ziemlich Schwein gehabt. Es seien an der Nordkueste ausserdem die heftigsten Regenfaelle seit Jahren, und genau dann musste ich aufkreuzen! Zurueck in Lihue kam dann der dritte Schwall des Sturms, genau zu dem Zeitpunkt, als ich auf den Parkplatz bei einer Schnellfressbude fuhr, um etwas zu Essen zu holen. Nach einer halben Stunde konnte ich endlich aussteigen und meinen Hunger stillen, danach ging ich zurueck ins Hotel. Von der trockenen Terrasse aus beobachtete ich dann den vierten Schub des Regensturms.. Auch die Strasse vor dem Hotel wurde ueberflutet, zwei Stunden spaeter war das Wasser jedoch wieder weg, das Hotel liegt ja direkt an einer Bucht. Da man im Radio aufrief, moeglichst nicht nach draussen zu gehen, blieb ich bis zum Znacht im Hotel. Fuer morgen sieht es etwas besser aus.

von Woody
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Tuesday, 17. november 2009 2 17 /11 /Nov. /2009 20:06

Erst auf den zweiten Blick faellt einem auf: Hier hats ueberall Huehner, und Gockel natuerlich auch. Der Legende nach wuren sie vor Jahrzehnten auf die Insel geholt und ihrem Schicksal ueberlassen, seither vermehren sie sich unkontrolliert. Niemand fuehlte sich verantwortlich, den Bestand zu dezimieren. Heute haben sie fast den Status heiliger Kuehe erreicht. Man laesst sie, wo sie sind. Auf der Strasse weicht man ihnen aus, man sieht ganz wenig Pouletleichen am Srassenrand. Und das Haehnegekraeh fruehmorgens ereinnert einen schon fast an zuhause...

von Woody
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Saturday, 14. november 2009 6 14 /11 /Nov. /2009 22:26
Der Internet-Laden hier liegt zwar nur gerade auf der anderen Strassenseite des Hotels, doch er hat Sonntags zu, deshalb werde ich wahrscheinlich erst wieder am Dienstag, wenn ich zurueck in Honolulu bin, weiter berichten koennen. Dafuer habe ich Euch nun noch ueber 40 weitere Fotos ins Album gestellt, denn die Kisten hier sind megaschnell. Viel Spass beim Anschauen!
von Woody
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Saturday, 14. november 2009 6 14 /11 /Nov. /2009 21:41
Freitag, 13.11.09  20.20

Wenn die Wartezeiten am Flughafen laenger dauern, als der eigentliche Flug selbst, dann ist Inselhuepfen angesagt. Musste ich heute auch. Da Hawaiian Airlines keinen direkten Flug von Maui nach Kauai im Flugplan hat, gabs halt in Honolulu einen Zwischenstopp. Island Air haette zwar einen Direktflug gehabt, doch das war nur so eine kleine Propellerkiste und sicher laengst voll. Schon bemerkenswert, wie Hawaiian Airlines den Betrieb abwickelt. Eine B717 (frueher waren das mal MD81 und so..) steht nie viel laenger als 20 Minuten am Gate und wird in dieser Zeit ent- und wieder beladen. Verspaetungen habe ich bei meinen bisherigen Fluegen noch keine erlebt, im Gegenteil, man dockt oft vorzeitig ab. So war das Umsteigen in Honolulu 10.04 bis 10.50 keineswegs ambitioes, eine halbe Stunde haette durchaus auch gereicht. Von Kahului/Maui fuehrte der erste Flug bei bestem Wetter (wo ist der Sturm???) entlang der Insel Molokai hinueber nach Honolulu, dann gings weiter wieder nur mit 30 Minuten Flugzeit nach Lihue/Kauai. Ueber Kauai verdichteten sich dann die Wolken wieder, doch an der Kueste war es noch sonnig. Der bisherige Tiefpunkt, was Mietautos betrifft. Ein weisser Ford Focus (sieht nicht aus, wie die Focus bei uns, eher ein Cortina) ohne Servolenkung und Cruise Control. Dafuer gabs den charmantesten Service, die nette Dame von Enterprise fuehrte mich  hinaus zum Auto, erklaerte mir die wichtigsten Dinge und checkte mit mir allfaellige Beschaedigungen. Ich fuhr erst mal zu einer Shopping Mall, denn ich hatte Hunger. Dann gings ins Hotel. Das Garden Island Inn steht tatsaechlich in einem Garten aus Palmen und Bananenstauden, hinter dem Haus ein kleiner Wasserfall. Jedes Zimmer ist speziell einem Thema gewidmet und entsprechend eingerichtet und gestrichen. Beim Reservieren kann man das Zimmer nach Thema auswaehlen. Ich hatte Zimmer 15 "Tropical" reserviert. Natuerlich ist alles etwas einfacher als das Superzimmer im Maui Coast mit modernen Moebeln, HD-TV und einem King Size Bett mit Dutzenden von Kissen, doch es gefaellt mir auch hier gut, ich habe sogar Sicht auf die Nawiliwili Bay. Nach dem Einrichten fuhr ich noch ein Stueck suedwaerts an die Piopu Beach, dort wartete ich allerdings vergebens auf eine Sonnenuntergangserscheinung, wie gestern auf Maui. Dafuer tobte ueber dem Meer ein Gewitter mit vielen Blitzen, auch eindruecklich. Am Abend kam dann der heftige Regen auch uebers Kuestengebiet, mal schauen, wie es morgen aussieht.
von Woody
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Saturday, 14. november 2009 6 14 /11 /Nov. /2009 21:34
Donnerstag, 12.11.09  19.35 (Nachtrag)

Mauis Sonnenuntergaenge sind legendaer, und es gibt sie sogar, wenn es eigentlich gar keinen Sonnenuntergang gibt. Als ich naemlich spaeter ins Hotel kam, musste ich mich doch noch kurz abkuehlen. Hinter uns in den Bergen gewitterte es zwar schon, aber ein Gump ins Meer musste einfach noch sein! Ploetzlich so gegen 17.50 wurde es am Horizont aus all dem Grau heraus ziemlich orange. Fuer fuenf Minuten immer intensiver, dann die naechsten fuenf Minuten wieder schwaecher und nach gut zehn Minuten war der Spuk vorbei und alles wieder grau. Leider hatte ich die Kamera nicht dabei, doch es waere eh zu duester gewesen, dennoch ein spezielles Erlebnis!
von Woody
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Friday, 13. november 2009 5 13 /11 /Nov. /2009 03:50
Donnerstag, 12.11.09  14.15

Heute Morgen war immer noch nichts vom Wetterumschwung zu spueren, nur der Haleakala war wolkenverhangen, deshalb verzichtete ich darauf, ein drittes Mal hochzufahren. Stattdesen fuhr ich Richtung West Maui nach Lahaina und Kaanapali, wo die einzige Eisenbahn Hawaiis faehrt. Der Sugar Cane Train ist ein nicht authentischer Touristenzug, der auf einer recht unattraktiven Strecke entlang der Highway und durch dreckige Hinterhoefe faehrt. Hier sieht man gut, dass auch Hawaii seine Kehrseite hat. Dreck, Unrat und Abfall, wo man hinschaut. An der einen Endstation wird die Dampflok ueber eine Drehscheibe gewendet, an der  anderen ueber ein Gleisdreieck. Frueher war da eine Kehrschleife, ueber die man jeweils gleich den ganzen Zug abdrehte. Nach der Dampffahrt fuhr ich noch weiter entlang der nun wilden Kueste bis ungefaehr zum Punkt, wo Mietautos wegen der schlechten Strasse nicht weiterfahren duerfen. Inzwischen hatte es vollstaendig ueberzogen, das Meer ist unruhig, die Sicht schlecht, doch es ist immer noch sehr warm. Also gings zurueck nach Lahaina, wo ich ein wenig durchs Staedtchen bummelte und nun an der Bayfront in einer Bar den Lunch geniesse. Der Rest des Tages kann ich schon vorwegnehmen: Rueckfahrt nach Kihei, mit Strand wird es wohl nichts mehr, Blog aufdatieren, Znacht, Packen, ab ins supergrosse Bett mit hundert Kissen, CSI schauen und dann pennen. Morgen gehts nach Kauai...
von Woody
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Friday, 13. november 2009 5 13 /11 /Nov. /2009 03:31
Mittwoch, 11.11.09  20.30

Als ich dann kurz vor Acht aufstand, sah man den Gipfel des Haelakala ganz klar und auch sonst war weit herum blauer Himmel. Die Chance war also gross, dasss man auf der Rueckseite des Vulkans die ganze bizarre Kraterlandschaft wolkenlos zu Gesicht bekommen koennte. Also fuhr ich nochmals hoch, der Nationalparkpass ist schliesslich drei Tage gueltig. Schon waehrend meiner Bergfahrt bildeten sich auf halber Hoehe Wolken, doch oben war tatsaechlich noch alles klar und es bot sich ein eindruecklicher Blick in den erodierten Talkessel mit den Vulkankratern und der verschiedenfarbigen Erde. Es war allerdings auch kaelter als gestern, sonst haette ich vielleicht noch einen kleinen Walk dort hinunter gewagt. Man sah aber auch hier Touristen in Badelatschen rumlaufen, total verantwortungslos! Mein eines Paar Bergschuhe hatte ich schon gestern beim normalen Rumlaufen am messerscharfen Vulkangestein geschlissen. Wenn man ueber das lockere Gewoelk nordwaerts blickte, sah da gar nichts nach Sturm aus, doch die Wetterberichte heute abend zeigten starke Regenfaelle auf Kauai (wo ich noch hingehe) und Ueberschwemmungen in Hilo (wo ich herkomme). Maui  verbleibt einfach sozusagen im Auge des Sturms, dass soll sich aber spatestens ab morgen aendern. Wegen der guten Sicht hier auf dem Gipfel hatte es natuerlich auch mehr Leute als gestern, so blieb ich nicht allzu lange, machte ein paar spektakulaere Bilder und fuhr dann wieder runter, zurueck nach Kihei und direkt in den Internetladen, der gestern schon zu hatte. Endlich konnte ich die letzten Tagesberichte in den Blog stellen und endlich auch ein paar Bilder nachliefern, ich hoffe, sie gefallen Euch. Bis die paar Bildli allerdings hochgeladen waren, dauerte es und bis zum Schluss war ich fast zwei Stunden dort drin, wenigstens verbrachte ich die draussen sehr heissen Mittagsstunden an einem kuehlen Ort. Spaeter am Nachmittag ging ich dann an den Strand, der gleich unterhalb des Hotels liegt, Nichtstun muss auch mal sein, zumal an so einem Ort, unter Palmen, im feinen Sand... Ich genoss es dort bis nach dem Sonnenuntergang (die Sonne geht hier auch schon kurz vor Sechs unter). Als ich seit langem wieder mal mein Handy einschaltete, waren da ein paar SMS zu beantworten, und so holte ich halt gewisse Leute ungewollt aus dem Schlaf (gell Schwesterherz :-), die ihr Handy auch nachts eingeschaltet lassen, womit ich nicht unbedingt rechnete... Angenehm hier ist auch, dasss man abends um Neun noch viele offene Restaurants findet und nicht jeweils der einzige Gast ist, es laeuft noch einiges. So liess ich mir im "Oceans" einmal mehr den Catch of the Day bringen, es ist zwar ueberall entweder Mahi Mahi oder Ahi, doch der Fisch schmeckt mit diversen Beilagen immer vorzueglich. Morgen soll der Sturm auch hier kommen...
von Woody
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Thursday, 12. november 2009 4 12 /11 /Nov. /2009 02:29
Nun konnte ich erste Bilder ins Album California-Hawaii 2009 stellen. Leider dauert das Hochladen hier ziemlich lange, dafuer hab ich als kleines Schmankerl schon aktuelle Bilder von heute Mittwoch beigefuegt, ich war naemlich nochmals auf dem Haleakala, alles weitere dazu im naechsten Bericht....
von Woody
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Thursday, 12. november 2009 4 12 /11 /Nov. /2009 01:28

Dienstag, 10.11.09  18.50

Wieder stand ich zeitig auf und fuhr die paar Meter zum benachbarten Flughafen, wo ich den Pontiac zurueckgab und fuer den Flug nach Kahului, Maui eincheckte. Kurzer Inselhuepferflug von ca. 30 Minuten. Fuer die naechsten Tage ist von Nordwesten her ein Gewittersturm angesagt, schlechte Voraussetzungen, um die Tour auf den hiesigen Vulkan, den Mount Haleakala, in Angriff zu nehmen. Beim Anflug auf Maui sah man aber den Gipfel wolkenfrei, und als ich beim Autovermieter zudem erfuhr, dass man dort sogar problemlos hochfahren kann, war das Tagesziel natuerlich schon definiert. Eigentlich haette ich ja eine gefuehrte Tour mit Velo-Downhillfahrt machen wollen, doch selber mit dem Auto geht natuerlich einfacher. Ich bekam einen Chevy HHR, sieht fast aus wie ein Chrysler PT Cruiser, nur ist er hinten etwas groesser, aber eben, wie ein Mafiacar, und erst noch schwarz! Nach anderthalb Stunden Fahrt war ich oben auf 3050 Meter, wo die Sicht natuerlich grandios war. Allerdings kamen immer mehr Wolken auf, keine Spur aber von einem Sturm. Die Wolken truebten etwas die Sicht auf die Mondlanschaft auf einer Seite des Haleakala, wo auch schon Astronauten trainierten. Auch hier wurden einige Observatorien errichtet. Temperatur angenehm, die Windjacke habe ich definitiv fuer nix mitgeschleppt. Nach Besuch einiger Lookouts gings gemaechlich wieder hinunter ans Meer, wo ich nun mein Hotel suchte. Maui Coast Hotel liegt in einer belebten Gegend, hier hat es gute Straende, viele Shops und Restaurants. Der Mann an der Reception gab mir noch einen Tipp fuer ein Internetcafe in der Naehe, doch als ich um Sechs dorthin kam war das schon seit Fuenf Uhr zu, auf dem Prospekt stand jedoch 21 Uhr. Also gabs nur noch was zum Znacht, dann zurueck ins Hotel, wo mich heftige Muedigkeit uebermannte. Wars wohl wegen den Hoehenunterschieden, jedenfalls pennte ich von Abends um Neun durch bis Mittwoch Morgen um Acht.

von Woody
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Thursday, 12. november 2009 4 12 /11 /Nov. /2009 01:05

Montag, 09.11.09  20.00

Ich stand frueh auf, doch das Wetter war fuer einmal wenig verheissungsvoll, also startete ich erst mal einige Anrufe in die Heimat. Nach einem Tankstopp fuer mich (Kaffee) und den Pontiac (Benzin) hatten sich die Wolken am Mauna Kea einigermassen gelichtet und so nahm ich die Saddle Road in Angriff, um innert etwa 30 Meilen von Meereshoehe auf 2800 m zu gelangen. Man muss sich das nicht als Passstrasse vorstellen, die Vulkankegel von Mauna Loa und Mauna Kea sind relativ flach, die Strasse steigt einfach stetig zwischen den beiden Vulkankegeln an, am Schluss gibts dann schon noch ein paar Kurven, um zum Mauna Kea Visitors Center hochzufahren. Dort ist auf 2800 m Schluss fuer gewoehnliche Fahrzeuge, mit 4x4-Autos koennte man die Schotterpiste bis zum Gipfel fahren, wo eine Reihe von Observatorien errichtet wurde, weil man da oben besonders klare Sicht in den Sternenhimmel hat. Im Visitors Center entdeckte ich einen Flyer eines Eisenbahnmuseums. Ich muss also bis an den Mauna Kea hochfahren, um zu erfahren, dass es auf Big Island ein Eisenbahnmuseum gibt! Zunaechst fuhr ich aber weiter nordwestwaerts, Die Saddle Road ist auf dieser Seite teilweise in bedeutend schlechterem Zustand, das macht auch begrieflich, warum diese Strasse lange Zeit fuer Mietautos tabu war. Von 2800 m gings innert einer Stunde hinunter ans Meer, ich hatte da naemlich im Norden einen Strand entdeckt, den ich mir ansehen wollte. Hapuna Beach war den Abstecher wert und verleitete mich, zum ersten Mal die Badehosen anzuziehen. Leider war die Sonne nicht ganz da, sondern hinter den Wolken, doch das Wasser war angenehm warm. Fuer den Rueckweg nach Hilo nahm ich die Strasse entlang der Nordostkueste, wo sich in Laupahoehoe das Eisenbahnmuseum befinden sollte. Lisa, die Managerin des Museums verlaengerte fuer meinen Besuch spontan die Oeffnungszeit um 30 Minuten und erzaehlte mir viel Wissenswertes ueber die Eisenbahnen auf Big Island. Bis 1946 kam von Hilo her eine Strecke der Nordkueste entlang, zum Teil auf abenteuerlichen Trestle-Bruecken verlaufend und oft auf der Trasse, wo jetzt die Highway verlaeuft. Im April 1946 machte ein Tsunami mit drei Wellen der Bahnlinie den Garaus. Die Schaeden waren so enorm, dass an einen Wiederaufbau nicht zu denken war. In der Folge musste auch die Zuckerrohrbahnen in der Umgebung als wichtige Zulieferer den Verkehr einstellen. Das Museum hat nun eine Schmalspur-Diesellok, einen Zuckerrohrwagen und einen normalspurigen Caboodse (Begleitwagen) wieder aufgebaut und moechte naechstes Jahr auf ein paar Metern Gleis, die hinter dem Haus liegen, wieder fahren, good luck!! Im Museum selber sind mit viel Liebe und Akribie viele historische Dokumente der Bahn gesammelt worden, es gibt sogar Filme davon.  Allerdings fehlen natuerlich auch hier die Mittel, um mit der grossen Kelle anzuruehren. Lisa gab mir noch Kontaktadressen von Kauai wo Aehnliches im Entstehen ist, vielleicht werde ich dort auch noch vorbeischauen. Bei dieseigem Wetter fuhr ich noch den letzten Rest bis Hilo durch. Hier habe ich ein gutes Restaurant gefunden, das Cafe Pesto, das aber eine reichhaltige Speisekarte aufweist. Ich bin nun schon das zweite Mal hier, schmeckt vorzueglich! Ein perfekter Abschluss der Etappe Big Island!

von Woody
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Thursday, 12. november 2009 4 12 /11 /Nov. /2009 00:57

Vom Wetter habe ich ja bisher noch gar nicht viel berichtet. Gutes Zeichen, denn es war natuerlich bis jetzt meist bestens! Albert Hammond sang ja schon vor Jahren "It never rains in Southern California", so war es auch diesmal, ja es herrscht sogar Wassernot. Am Cajon-Pass war ich auf der Suche nach einer guten Fotostelle in ein Seitental geraten, in welchem kuerzlich einer dieser Buschbraende gewuetet haben muss. Da es nicht regnet, waechst auch nichts nach, obwohl der Boden durch die Asche eigentlich gut geduengt waere. Sieht ziemlich trostlos aus.
Die Hawaii-Inseln haben dieses Problem natuerlich nicht, hier gibt es sogar Stellen mit den hoechsten Nierderschlagsmengen weltweit. Und so gehoert hier in Hilo ab und zu ein Spruehregen einfach dazu, er wirkt ohnehin abkuehlend. Sonst ist es sonnig mit viel Wolken, aber immer so um die 25-30 Grad, genau kann ich es nicht sagen, Das Thermometer im Auto zeigt die Temperatur in Fahrenheit an, etwas muehsam zum umrechnen.

von Woody
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Thursday, 12. november 2009 4 12 /11 /Nov. /2009 00:39

Sonntag, 08.11.09

Suedoestlich von Hilo befindet sich der Hawaiian Volcanoes Nationalpark, den ich heute besuchte. Der Eingang befindet sich auf fast 1200 m Hoehe, doch das Gebiet des Parks geht bis hinunter ans Meer. Rauchentwicklung im zentralen Krater Kilauea Caldera. Das bedeutete, dass die Kraterrandstrasse nicht durchgehend befahrbar war. So waehlte ich nach einem Kaffee im Volcano House eine andere Strasse, die 8 km zu einem Lookout fuehrt. Von dort hatte man auf ca. 900 m Hoehe einen weiten Ausblick auf die verschiedenen und verschieden alten Lavastroeme. Dann gings wieder zurueck und schliesslich zum suedlichen Ende der Strasse, die von einem Lavastrom seit ein paar Jahren unterbrochen ist. Als ich vor knapp 17 Jahren letztmals dort war, konnte man vom Ende der Strasse ein kurzes Stueck zu Fuss gehen, um den Ort zu erreichen, wo die Lava ins Meer fliesst. Jetzt ist diese Stelle einige Meilen nordostwaerts gewandert und liegt ausserhalb der Parkgrenzen. Der Nationalpark hat also sozusagen eine seiner Attraktionen verloren und das Geschaeft machen jetzt die benachbarten Gemeinden, die den neuen Zugang angelegt haben, wo ich gestern war. Dort wo ich jetzt stand, sieht man nur noch die erstarrte Lava auf der Strasse und vorne an den Klippen eine Natural Bridge, in der Ferne natuerlich noch die Dampfwolke, die die Lava erzeugt, sobald sie auf Wasser trifft. Aber an einem Ort zu stehen, wo gerade Erdgeschichte geschrieben wird, ist schon noch irgendwie ueberwaeltigend! Da ich ziemlich viel im Park herumkurvte und viele Lookouts ansteuerte, reichte die Zeit nicht mehr, um bis nach Kona zu fahren, denn zurueck haette ich ja dann auch wieder gemusst. Ich fuhr zwar noch ein Stueck weit auf der Hauptstrasse suedwaerts, von 1200 m wieder auf Meereshoehe, doch irgendwan kehrte ich um, es brachte eh nix. Dafuer reichte es noch fuer kurz vor Ladenschluss bei der Mauno Loa Nuesslifarm meine heissgeliebten Honey Roasted Macadamias und ein paar weitere Souvenirs zu posten. Zum Znacht hatte ich fuer einmal Lust auf Pizza und jetzt geniesse ich noch zwei Drinks in der Hotelbar, um einen weiteren Gutschein einzuloesen...

von Woody
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Sunday, 8. november 2009 7 08 /11 /Nov. /2009 09:34

Samstag, 07.11.09  20.50

 

Ausschlafen tat gut, ich liess es spaeten Vormittag warden, dann suchte ich eine Car Wash Station, um den Pontiac wieder in vertragskonformen Sauberkeitszustand zu bringen. Danach an den Airport, ich wollte mich nach den Helifluegen zu den Lavastroemen erkundigen. Um 14 Uhr konnte ich gleich mitfliegen und erst noch von 20$ Last-Minute Rabatt profitieren. War ein absolut einmaliges Erlebnis! Unsere Pilotin Julie flog uns ueber den Volcanoes Nationalpark, vorbei an brodelnden Kratern, ueber erkaltete Lavastroeme hinunter zu der Stelle, wo heissfluessige Lava ins Meer fliesst, absolut eindruecklich! Der Flug dauerte etwa 50 Minuten, man konnte fast nicht genug davon bekommen. Ich sass hinten, aber am Fenster, doch waren die so gewoelbt und spiegelten, dass ich bezweifle, ob ich ueberhaupt gute Fotos gemacht habe. Dafuer gabs nach der Landung fuer jeden eine DVD des Fluges, denn der Heli ist innen und aussen mit vier Kameras bestueckt und auch die Konversation via Bordmikro wurde mitgeschnitten. Das liess sich natuerlich fast nicht mehr toppen, ich versuchte es trotzdem, musste dazu aber noch rasch eine kleine Taschenlampe einkaufen gehen. Dann fuhr ich dorthin, wo ich gestern schon war, ans Ende der STrasse vor dem Lavastrom. Von 17 bis 20 Uhr kann man dort naemlich weiterfahren, auf einer schmalen Piste ueber den Lavastrom bis zu einem Parkplatz. Von dort gehts zu Fuss etwas eine halbe Stunde nach vorne ans Meer, vorausgesetzt, man hat gute Schuhe an und fuehrt Trinkwasser sowie eine Taschenlampe mit. Vorne am Aussichtspunkt ist man dann nur noch etwa 500m von der Stelle entfernt, wo die Lava ins Meer fliesst. Jetzt war auch klar, warum man die Leute nur abends dorthin laesst. Erst sieht man naemlich nur die Dampfsaeule, doch mit zunehmender Dunkelheit vervielfacht sich das Feuerspektakel, allerdings wird es so auch schwieriger, zu fotografieren. Aber einfach zuschauen fasziniert natuerlich auch ungemein! Zudem malte die untergehende Sonne noch weitere Rot-/Orangetoene an den Himmel, grandios! Speziell auch die Stimmung vor Ort. Etwa 500 Leute, die alle fasziniert in die selbe Richtung starren. Ausser dem Meeresrauschen hoert man praktisch nichts, gesprochen wird nur in gedaempfter Lautstaerke. Dutzende Fotoapparate blinken und blitzen. Ich blieb bis nach Einbruch der Dunkelheit und jetzt war auch klar, warum man eine Taschenlampe mitfuehren sollte. Der Weg zurueck ohne eine solche waere schlicht gefaehrlich gewesen, dies trotz ueberall angebrachter Markierungen. War lustig zum schauen, die Karawane aus wandelnden Taschenlampen. Sehr beeindruckt von dem Schauspiel nahm ich die naechtliche Fahrt zurueck nach Hilo unter die Raeder und jetzt geniesse ich in einem Beizli noch ein sehr feines Pilzrisotto mit Chicken. Exzellent und ein guter Tagesabschluss.

von Woody
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