28. Mai 2017 7 28 /05 /Mai /2017 22:31

Sonntag, 28.05.2017

Auch am letzten Reisetag war nochmals um 6 Uhr Tagwache, wir verliessen das Hotel etwa eine Stunde später und deckten uns in einer Bäckerei noch mit einigen Zutaten für ein Frühstück ein. Dann gingen wir aufs Perron, wo schon unser TGV nach Strassburg stand, vereinigt mit einem weiteren Triebwagen nach Lille. Die Reise begann pünktlich, und Tinu holte uns im Barwagen noch den Rest des Zmorges, welches wir anschliessend gemütlich verdrückten. Wir hatten Zeit, denn die Reise geht über sechs Stunden lang direkt von Bordeaux im Süwesten quer durch Frankreich nach Strassburg im Nordosten, unter südöstlicher Umfahrung von Paris, ein recht spezieller Zuglauf, welcher nicht täglich verkehrt. Erst ging es ab Bordeaux noch über bestehende alte Strecken, welche in einem Monat von einer Neubaustrecke abgelöst werden,  dann über eine erste Hochgeschwindigkeits-Strecke bis vor die Tore von Paris, wo wir ausgefädelt und über Güterumfahrungsstrecken um Paris herum geleitet wurden. In Marne-la-Vallee wurde der hintere Zugteil nach Lille abgekuppelt, solo fuhren wir weiter auf die erst kürzlich eröffnete Hochgeschwindigkeits-Strecke quer durch Lothringen ins Elsass nach Strassburg, wo wir mit einer Viertelstunde Verspätung eintrafen, die wir uns unterwegs aus diversen Gründen geholt hatten. Wir hatten nun eine gute Stunde Zeit, bis unser TER nach Basel abfahren sollte, und so beschlossen wir, zum Abschluss unseres Ausflugs einmal "Flammechueche" vor Ort zu geniessen. Im Untergeschoss des Bahnhofs fanden wir ein Bistro, welches das Gewünschte auf der Speisekarte hatte. Wir wurden nicht enttäuscht und bekamen zwei unterschiedliche, frisch zubereitete Sorten dieser Elsässer Spezialität vorgesetzt. Gesättigt gingen wir zurück aufs Perron, wo sich schon eine grosse Menge Fahrgäste für den TER nach Basel eingefunden hatte. Dies wäre an sich nicht schlimm gewesen, hätte nicht noch eine grosse Menge dieser grossen Menge zudem ihre Velos dabeigehabt. So musste sich die Zugbegleiterin vor der Abfahrt rigiros durchsetzen, Bussen und das Ausladen von Velos androhen, die keinen Platz mehr fanden. Als alles ein- oder ausgeladen oder sonstwie an seinem Platz war, gings endlich los, auch schon wieder mit zehn Minuten Verspätung, welche sich bis Ankunft Basel noch verdoppelte, so dass wir unseren Anschlusszug nach Bern knapp verpassten, alles nur wegen dieser uneinsichtigen Velofahrer welche im Übrigen meist Schweizer waren! Gelobt sei der Halbstundentakt, wir mussten so nicht lange auf den nächsten Zug Richtung Bern warten, wo wir gegen sechs Uhr eintrafen. Hier trennten sich unsere Wege, Tinu strebte der Länggasse zu und ich nahm die nächste S1 nach Uttigen. Dort kam ich noch unverhofft in den Genuss eines Taxisdienstes, Nachbar Pesche, der seine Tochter vom Bahnhof abholte, bot mir an, mich auch gleich mitzunehmen, was ich natürlich nicht ablehnen konnte.

So ging einmal mehr eine interessante und abwechslungsreiche Auffahrtsreise zu Ende, welche diesmal leider auch eine ärgerliche Komponente in Form diverser Verluste von Elektronikgeräten beinhaltete. Gschei nüt Schlimmers...

Tinus Flammechueche

 

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Published by Woody
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