26. Mai 2017 5 26 /05 /Mai /2017 21:47

Freitag, 26.05.17

Auch heute mussten wir wieder recht früh aufstehen, wurden aber mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt. Bereits um acht Uhr startete unser Alvia-Zug nach San Sebastian im nahen Bahnhof Chamartín. Bis dahin galt es noch fertig zu packen, Morgentoilette und die paar Meter zu Fuss hinüber zum Bahnhof zu absolvieren. Der Zug war recht gut besetzt, rasch fanden wir aber unsere reservierten Plätze und machten es uns gemütlich. Kurz hinter Madrid fuhren wir wieder auf eine Neubaustrecke, dann ging es nun sogar mit 250 km/h rasch vorwärts Richtung Nordwest nach Segovia Valladolid, unter anderem durch den 28 km langen Guadarrama-Tunnel, hinter dem Lötschberg-Basistunnel der zurzeit viertlängste Eisenbahntunnel der Welt. Hinter Valladolid fuhren wir durch eine weitere Umspuranlage wieder aufs Breitspurnetz und weiter Richtung Burgos und San Sebastion, wobei in Miranda de Ebro der hintere Zugsteil abgehängt und Richtung Bilbao geschickt wurde. Kurz nach Mittag erreichten wir pünktlich San Sebastian, nach ein paar Fotos am Bahnhof suchten wir die Haltestelle der Buslinie 45, welche uns in die Nähe unseres Hotels bringen sollte. Das Hotel Monte Igueldo liegt auf einer Anhöhe hoch über dem Strand von San Sebastion/Donodtia, zusammen mit einem kleinen Freizeitpark, und sieht von weitem fast aus wie der Sitz eines James-Bond-Bösewichts. Zu Fuss gings von der Bushaltestelle paar hundert Meter dem Strand entlang zur Talstation einer kleinen Standseilbahn, welche uns nach oben bringen sollte. Die Bahn ist uralt und sieht auch so aus, schwach sind noch Anzeichen von Schweizer Herstellung zu erkennen. Auch der Billettverkauf verläuft recht althergebracht und der Seilbahnangestellte hatte nicht so Freude, als Tinu diesen historischen Vorgang mit seiner Kamera einfangen wollte. Oben angekommen checkten wir im Hotel ein, bekamen ein Zimmer im dritten Stock mit Blick weit auf den Atlantik hinaus. Was für eine grandiose Rundsicht auch hier, wir mussten einfach kurz innehalten und das geniessen! Später am Nachmittag fuhren wir wieder zu Tal und gingen diesmal der ganzen Bucht entlang, teilweise am Strand zurück in die Stadt. Ennet der Bucht in der Altstadt war dann viel Betrieb, viele Beizen die offen hatten und ihre Tapas, feinste Häppchen verschiedenster Art, anpriesen. Wir konnten nicht widerstehen und mussten auch ein paar Versucherli zu uns nehmen, sehr fein! Nachdem wir die Altstadt ausgeforscht und noch eine Kathedrale besucht hatten, meldete sich ein Gewitter an, wir flüchteten uns in eine Pizzeria und nahmen hier noch richtig Znacht mit Pasta bzw. Pizza. Als wir wieder rauskamen, war das Gewitter noch nicht ganz durch. Da die Seilbahn um 20.00 den Betrieb eingestellt hatte, suchten wir uns ein Taxi, welches uns trocken zurück auf den Berg brachte. Von der Zimmerterrasse aus versuchten wir noch ein paar Nacht- bzw. Blitzfötteli, wobei Tinu leider etwas patzte und seine Kamera samt Stativ durchs Geländer hinunterfallen liess. Ein freundlicher Hotelangestellter konnte sie zwar noch vom Dach holen, doch die Kamera hatte beim Sturz unheilbare Schäden erlitten, immerhin konnte die Speicherkarte noch gerettet werden. Nach diesem Ärger besprachen wir noch das weitere Vorgehen für Morgen und lassen uns nun bald in die Federn fallen.

Tinus verhängnisvoller Tag

Diesen Post teilen

Repost 0
Published by Woody
Kommentiere diesen Post

Kommentare