Saturday, 15. october 2011 6 15 /10 /Okt. /2011 17:20

 

Samstag, 15.10.11 22.00

 

In der weitläufigen Gartenanlage des Hotels – also auch vor meinem Zimmer – war heute schon ab acht Uhr Rambazamba! Irgend ein Firmenanlass, es hingen jedenfalls Transparente mit Schlagworten wie Teamgeist und Zusammenhalt. Geschätzte zweihundert Teilnehmer, alle in gleich kitschige blau/weisse Trainer gekleidet, massen sich in kuriosen Disziplinen, wie man sie von Japanischen Fernsehsendungen kennt, zum Beispiel ein Teller Wasser aus dem Meer schöpfen und über etwa 20 Köpfe hinweg nach vorne weiterreichen und dort in einen Behälter leeren. Dazwischen wurden auch Schlachtgesänge angestimmt, die einige am Abend zuvor in der Lobby eingeübt hatten, als ich gerade am Übermitteln der Bilder und Berichte war. Angetrieben wurden die armen Teilnehmer von mehreren Spielleitern, die ihre Kommentare ausschliesslich via Megafone oder sonstige Lautsprecher abgaben. Ans Schlafen war so natürlich nicht mehr zu denken. Nach dem Zmorge wollte ich wieder an den Strand, doch genau die ruhige Ecke, die ich mir gestern ausgesucht hatte, war von diesem „Spiel ohne Grenzen“ in Beschlag genommen worden. Ich fand dann einen Liegestuhl mit Sonnenschirm nahe dem Pool, auch gut. War das Wetter am Morgen noch prächtig, machte es am frühen Nachmittag plötzlich zu, und die Hotelangestellten fingen an, bewegliche Ausstattungsteile der Poollandschaft zusammenzutragen, man erwartete offenbar etwas Gröberes. Als dann tatsächlich die ersten Tropfen fielen, verzog ich mich in die Bar, doch auch hier wurden bald die Schutzrollos heruntergelassen. Also zurück ins Zimmer auf die Terrasse, dort ist es auch gemütlich. Es regnete dann ganz kurz solange, bis der Boden knapp feucht war, von da an war es wieder trocken. Das war alles. Zum Znacht ging ich ins Dorf, doch da war ziemlich finster, Stromausfall. Die besseren Restaurants hielten ihren Betrieb mit Hilfsgeneratoren aufrecht, in den weniger besseren wurden einfach Kerzen auf die Tische gestellt. Sehr lauschig, allerdings fragte ich mich, ob es da auch warmes Essen gab. Ich entschied mich fürs De Quake, sah von aussen zwar nicht so einladend aus, doch das Essen war super. grosser Salat mit Rindfleischstreifen zur Vorspeise, ein Snapper an Dillsauce auf Bratkartoffeln und mit Gemüse als Hauptspeise, dazu ein Bier und ein grosser Strawberry Margarita für umgerechnet ca. Fr 20.--. Ich fragte mich zwar mal kurz, ob es schlau ist, hier Salat und teilweise rohes Gemüse zu essen, aber die präsentierten Speisen machen einen guten Eindruck und Beschwerden habe ich dahingehend bisher keine. Als ich zurück zum Hotel kam, feierte die spielende Firma vom Morgen noch ein grosses Bankett mit Live-Musik und Karaoke.

von Woody
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