20. August 2016 6 20 /08 /August /2016 01:03

Donnerstag, 18.08.16  Stockholm

Heute konnte ich endlich etwas länger schlafen, wir trafen uns zum Zmorge erst um 8.30. Als ich verschlafen aus dem Zimmer blickte, meinte ich, blauen Himmel zu sehen, was mich zuversichtlich stimmte. Doch offenbar war es eine Fata Morgana im Norden, denn als ich nach dem Morgenessen wieder hinauf kam, regnete es erneut. Nun gut, wir wollten ja heute noch das Königsschloss besichtigen, was sich vornehmlich im Inneren abspielen sollte. Wir bummelten also im inzwischen nur leichten Nieselregen  durch Gamla Stan zum Schloss, wo wir uns ein Ticket holten, das den Besuch der Königlichen Gemächer, der Kronjuwelen, des „Tre Kronor“ (drei Kronen)-Museums und eines Antikmuseums beinhaltete. Auffallend in Königs Wohnungen war, dass praktisch in jedem Raum eine Uhr in irgendwelcher Form hing oder stand, die erst noch genau gingen und alle halbe Stunden läuteten. Hinaus kamen wir irgendwie nicht am selben Ort, wo wir hineingingen, und so mussten wir bei Regen und starkem Wind mehr als die Hälfte um den quadratisch engelegten Palast aussen herum laufen, um auch noch ein wenig von der Wachablösung mitzubekommen. Anschliessend wärmten wir uns im Schlossbistro im Innenhof etwas auf, bervors auch noch kurz zu den Kronjuwelen ging. Auf das Antikmuseum verzichteten wir dann, denn wir hatten genug Prunk gesehen. Aber wir hatten immer noch viel Zeit, bis unser Flieger abheben sollte und tja, aber was macht man in Stockholm bei desem miesen Wetter, wenn man nur noch einen halben Nachmittag Zeit hat? Nach kleinem Souvenirkauf in Gamla Stad fuhren wir ein paar U-Bahnstationen hinaus, wo ich meinen Eltern noch den Skinnar viks parken zeigte, ein Aussichtspunkt gegenüber der City. Aber auch hier windete und regnete es unangenehm und man konnte den herrlichen Blick über die Stadt nicht geniessen. Es hatte keinen Sinn, wir stiegen rasch wieder hinab. Zurück in der Altstadt, landeten wir in einem urig eingerichteten Kellercafé und wärmten uns erneut bei Kaffee und heisser Schokolade auf. Schliesslich holten wir im nahen Hotel unsere eingestellten Koffer und machten uns langsam auf den Weg Richtung Flughafen, natürlich viel zu früh. Dennoch war in Centralen schon Feierabendverkehr, und wir kämpften uns durch die Pendlermassen Richtung Arlanda-Express, aber wir hatten ja Zeit. Auch beim Flughafenzug übersprangen wir noch einen Kurs, auch so waren wir dann schon fast zweieinhalb Stunden vor Abflug am Airport. Koffer abgeben, dann mussten wir an der Security etwas länger anstehen, aber wir hatten ja Zeit. Im Terminal drin kam mir dann in den Sinn, dass Vater in Göteborg beim Kleiderkauf noch ein Rückforderungsformular für die Mehrwertsteuer erhalten hatte. Das müsste man jetzt irgendwo einlösen können und tatsächlich, der Flughafenplan auf welchem wir suchten, stand keine dreissig Meter vom Rückerstattungsbüro entfernt. Ich zog eine Nummer, der einzige bediente Schalter war noch von paar Chinesen belagert, zeigte eine Zahl vier Nummern vor meiner an, also konnte es nicht lange gehen. Wir hatten zwar Zeit, wollten aber noch zum Abschiedstrunk, also setzten uns in die nahe Sitzzone. Dann kam das Schauspiel des Tages. Es tauchten immer mehr ChinesInnen auf, mit haufenweise zu Bünden zusammengetackerten Kassenzetteln. Die arme Frau hinter dem Schalter musste die alle offenbar einzeln kontrollieren, stempeln und zusammenzählen, was natürlich dauerte. Einige Chinesen zogen auch Nummern (nach uns), andere drängten direkt zum Schalter, grosse Diskussionen, viel Nervosität. Dann begriffen wir, dass wohl der Flieger nach China bald starten würde und dass die Chinesen zu spät zur Abrechung gekommen sind. So schwanden unsere Aussichten, noch SEK 90 minus SEK 5 Gebühr (umgerechnet ca. Fr. 10.--) zurückerstattet zu erhalten, denn nun hatten wir definitiv Durst. Wir verzichteten also auf den „Bonus“ und gönnten uns nahe beim Gate noch ein letztes schwedisches Hochpreisalkoholgetränk. Unser Airbus war aus Zürich einige Minuten verspätet eingetroffen, entsprechend verspätet dockten wir ab. Zuvor sah ich beim Einsteigen noch die China Air-Maschine nach Beijing an uns vorbei Richtung Startpiste rollen, etwa 20 Minuten verspätet... Über den Wolken konnten wir dann noch die Abendsonne und den Sonnenuntergang geniessen und bis Zürich war die Verspätung aufgeholt. Somit sollten wir unseren Zug wohl erwischen können. Da war nur noch die Frage im Raum, kommt das Gepäck auch?? Leider wurden unsere Koffer auf ein Band entladen, auf welchem fünf fast gleichzeitig eingetroffene Flüge ausgeliefert wurden, also dauerte das noch ziemlich. Doch beide übrig gebliebenen Gepäckstücke kamen schliesslich zum Vorschein, und wir erreichten die letzte Verbindung in die Heimat gerade noch. Während der Zugfahrt begann ich endlich „Die Tote im Götakanal“ weiterzulesen. In Bern verabschiedete ich meine Eltern und stieg in die lezte S1, und in Uttigen musste ich für den Weg nach hause nochmals die Regenjacke hervorkramen, denn es regnete nun auch hier…..

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17. August 2016 3 17 /08 /August /2016 23:15

Mittwoch, 17.08.16  Stockholm

Eigentlich wäre für einmal Ausschlafen angesagt gewesen, doch um zehn vor Sieben läutete mein Handy, unbekannte Nummer, doch ich vermutete etwas. „Hier Taxifahrer (unverständlicher Name) von Flughafen Zürich, ich habe Koffer!“ „Ok“ sagte ich „und den liefern Sie jetzt nach Urtenen?“ „Ja, bin Höhe IKEA Kirchberg und in fünfzehn Minuten bei Ihnen, brauche Unterschrift!“ Toll, was machen wir jetzt?! Meine noch dösenden Hirnzellen erwachten blitzartig. Ich erklärte ihm, dass er bei der genannten Adresse im unteren Stock klingeln soll, verstand aber nicht, ob er es begriffen hatte, er sagte nur, er würde wieder zurückrufen, wenn er dort sei. Sicherheitshalber rief ich sofort meine Schwester an, die zum Glück schon aufgestanden war und warnte sie vor, dass es gleich Besuch geben würde. Wenig später erhielt ich dann die erlösende Nachricht: Koffer abgeliefert! Die Odyssee hatte ein Ende genommen. Und so konnte ich die erfreuliche Neuigkeit danach beim Zmorge gleich meinem Vater überbringen.

Zurück nach Stockholm, wo das Wetter nicht gerade das beste war, weshalb wir uns für eine kleine Museumstour entschieden. Wir nahmen die Fähre nach Djurgarden, und hier besuchten wir zuerst das Vasa-Museum. Die Vasa ist ein riesiges prächtiges Holzschiff, welches vor etwa 380 Jahren auf seiner Jungfernfahrt nach nur etwa einem Kilometer Fahrt im Hafen von Stockholm gesunken ist, weil wegen einer Fehlkonstruktion ihr Schwerpunkt zu hoch war. Erst in den 1950er Jahren wurde das Wrack geortet und Anfangs 60er Jahre dann sorgfältig gehoben, denn ein grosser Teil der Konstruktion war im kühlen Schlick und Wasser noch erhalten geblieben. Nach der kurzen Überführung in ein nahes Trockendock wurde während der Konservierung/Restaurierung quasi drum herum in moderner Architektur das Vasa-Museum gebaut, welches heute das meistbesuchte Museum Skandinaviens ist. In vorbildlicher Weise werden die verschiedenen Aspekte über und um das Schiff dargestellt und natürlich ist das Objekt selbst sehr, sehr imposant. Glücklicherweise waren wir recht früh dort, denn als wir alles eingehend gesehen hatten und das Museum verliessen, hatten sich draussen lange Schlangen von wartenden Bustouristen gebildet. Auf Inspiration von Mutter besuchten wir noch das benachbarte Meermuseum/Aquarium, wo man auch noch durch einen feuchten Regenwald geschleust wurde. Danach gings auf den Skansen, dem ältesten Freilichtmuseum Europas, wo seit 1891 Gebäude und Kulturen aus allen Gegenden Schwedens präsentiert werden. Nach einem kurzen Mittagssnack begann es leider gerade zu regnen, so dass wir uns mit dem Museumszüglein vom Trockenen aus einen ersten Überblick verschafften. Später als der Regen wieder aufgehört hatte, besuchten wir dann noch zu Fuss das eine oder andere Gebäude und auch die nordischen Tiere wie Elch und Rentier. Mit einer Standseilbahn Made in Bern gings zum Schluss wieder hinunter und mit Tram und U-Bahn fuhren wir nach Gamla Stan zurück. Mutter musste sich etwas erholen, Vater und ich machten nochmals einen Bummel durch Gamla Stan und flüchteten später vor einem weiteren Regenguss zum Apéro in ein Beizli.

Später am Abend hatte ich zum Abschluss der Reise noch fürs Znacht im mir bestens bekannten Restaurant Marten Trotzig reserviert. Dort gibts die Tiere, die wir am Nachmittag sahen, auch auf dem Teller, also Rentier und Elch. Wir liessen uns von der feinen Küche verwöhnen und feierten so den nun doch gelungenen Ausgang unserer Reise.

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17. August 2016 3 17 /08 /August /2016 23:09

Dienstag, 16.08.16  Slätbaken-Stockholm

Unsere viertägige Kanalreise ist so schlau aufgeteilt, dass man während den beiden Nachtpassagen nicht viel verpasst. War es in der ersten Nacht die Querung des grossen Vänern-Sees, so war es in der letzten Nacht die Fahrt am Rande der Ostsee und durch die paar südwestlichsten Ausläufer der Schären Richtung Stockholm. Ich erwachte, als wir schon kurz vor Södertälje waren, dort gings nochmal in eine Schleuse, die nur die schlappen 30 cm zum Mälarsee überbrückte. Allerdings muss sich unsere M/S Juno in dem riesigen Becken etwas verloren vorgekommen sein, hätten doch dort mindestens fünf Schiffe ihrer Grösse locker Platz gehabt, denn gemäss diverser Informationen soll es eine der grössten Schleusen Europas sein, kam mir aber nicht so vor. Der Mälarsee ist eigentlich das Wasser-Hinterland Stockholms, eben etwa 30 cm höher und mit ein paar Schleusen gegen die Ostsee abgeschottet. Was würde wohl passieren, wenn man die paar Zentimeter Höhenunterschied einfach ablassen würde. Mindestens ein paar Schleusenwärter hätten dann keinen Job mehr. Hinter Södertälje dann wieder eine weite Insellandschaft, eine davon besuchten wir jetzt noch, nämlich Birka, welche zu Wikingerzeiten ein wichtiger Handelsplatz war. Deshalb wurden dort auch noch viele gut erhaltene Funde der Wikinger ausgegraben, welche nun in einem kleinen Museum präsentiert werden. Zuerst wurden wir aber von einem „echten“ Wikinger auf der Insel herumgeführt, allerdings mussten wir uns den Weg zwischen den vielen Exkrementen der frei herumlaufenden Inselschafe suchen. Highlight war das rekonstruierte Wikingerdorf, wo man Einblick in die Lebensweise der bösen Krieger erhielt.

Nach dem Inselbesuch war auf dem Schiff das letzte Mittagessen angesagt, danach gings ans packen, Rechnungen bezahlen usw. Die Gegend wurde immer städtischer, die Zivilisation hatte uns wieder. Kurz vor Stockholm dann noch eine letzte Zusatzschleife zum Schloss Drottningholm, früher Sommerresidenz, heute ständiger Wohnsitz von Königs. Die allerletzte von total 57 Schleusen entliess uns dann wieder auf Meereshöhe ins Hafenbecken von Stockholm, wo die M/S Juno nach einem eleganten Schwung in eine doch sehr enge „Parklücke“ an einem Anlegeplatz unmittelbar vor dem Schloss festmachte. Wir verabschiedeten uns von der Besatzung, die uns während der ganzen Fahrt bestens umsorgt hatte und die wir doch sehr lieb gewonnen hatten, ja es flossen sogar Tränen. Und auch die einen oder anderen Mitreisenden fielen sich in die Arme. War wirklich ein tolles Erlebnis!

Unser kurzer Fussweg führte uns nun quer durch die Altstadt Gamla Stan auf die andere Seite, wo sich unser Scandic-Hotel befindet. Nach dem Zimmerbezug war erst mal Büroarbeit angesagt. Wir hatten nämlich bis jetzt nichts mehr vom verschwundenen Koffer gehört, also versuchten nun mittels eines Online-Reklamationsformulars bei der Fluggesellschaft etwas Druck zu machen, was wegen der miesen Netzverbindung erst im zweiten Anlauf gelang. Später gabs dann einen ersten kurzen Rundgang durch die Stockholmer Altstadt, bevor wir in einer Wintergarten-Hafenbeiz ein feines Znacht genossen. Müde vom langen Tag zogen wir uns dann auf unsere Zimmer zurück. Irgendwie schwankte bei mir immer noch alles ein wenig...

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16. August 2016 2 16 /08 /August /2016 22:22

Montag, 15.08.16  Motala-Slätbaken

Soviel hatte ich in der Nacht gemerkt: Die M/S Juno hat kurz vor vier Uhr in Motala pünktlich abgelegt. Die erste Schleusentreppe bei Borenshult verschlief ich dann aber total, da viel zu früh am Morgen. Eigentlich schade, denn hier beginnt der Krimi, den ich zum lesen extra mitgenommen hatte - „Die Tote im Götakanal“, von welchem ich aber erst etwa zehn Seiten gelesen habe. Es gibt nämlich unterwegs so viel zu sehen, dass man da nicht immer lange lesen könnte, auch wenn andere dies behaupten, ich jedenfalls konnte mich nicht aufs Lesen konzentrieren. Nun muss ich halt dann bei der Fortsetzung meine Fantasie walten lassen. Und dennoch hatte ich für heute den Wecker früh gestellt, denn gegen 06.45 sollten wir bei Borensberg das weit bekannte und zum Kanal-Inventar gehörende Göta Hotell passieren. Als ich aufstand, steuerten wir schon die davor liegende Schleuse an. Also hoch aufs Brückendeck, wo sich schon ein paar weitere Frühaufsteher tummelten. Doch das Hotel war nicht soo idyllisch gelegen, wie ich mir das vorstellte und wie Bilder das vermitteln, auf der anderen Seite des Kanals verläuft beispielsweise eine stark befahrene Strasse. Dennoch blieb ich noch kurz auf dem Deck, denn wenig später sollte noch der erste von zwei Aquädukten kommen, Strasse verläuft unter dem Kanal durch, komischer Anblick für den Bergler. Da ich nun ohnehin wach war, gabs auch gleich das Zmorge, danach haute ich mich noch ein wenig in die Koje und kam erst fürs zweite Aquädukt wieder hoch.
Heute sollte ein Filmteam auf dem Schiff eine Interviewserie zwischen einem bekannten (uns unbekannten) schwedischen Fernsehjournalisten und einem sehr bekannten (uns gänzlich unbekannten) schwedischen Schauspieler aufzeichnen. Ein (grösstenteils weiblicher) Teil des Personals war deswegen jedenfalls ziemlich aus dem Häuschen. Wir hatten einige wenige Einschränkungen zu erleiden, konnten gewisse Räume zeitweise nicht benützen, was uns aber nicht heftig störte. Dennoch hatte der Schauspieler offenbar nicht die Grösse, sich bis zum Verlassen des Schiffs zumindest kurz an die mitreisenden Passagiere zu wenden.

Oben am Beginn der 15-stufigen Schleusentreppe „Berg“ hinunter zum Roxen-See verliessen wir das Boot, während das Fernsehteam hier zusteig. Die meisten gingen zur vorgesehenen längeren Besichtigung eines Klosters, ich schwänzte diese und begleitete dafür das Schiff während seines etwa drei Kilometer langen Weges durch die Schleusen. Endlich konnte ich mal gute Bilder der M/S Juno von aussen und im engen Kanal und in den Schleusen schiessen, faszinierend auch das ganze System der Schleuserei! Auf dem oberen Abschnitt hatte ich das Schiff praktisch für mich, in der unteren Hälfte kamen dann immer wie mehr Leute ins Bild, natürlich auch unsere von der Besichtigung zurückgekehrten Mitpassagiere. Bei der zweituntersten Schleuse gabs dann plötzlich einen heftigen knirschenden Laut und eines der beiden Schleusentore wackelte bedenklich, der Käptn war zu früh losgefahren (oder man hat ein Tau zu früh gelöst), und so knallte die Juno mit dem Bug ins sich öffnende Schleusentor. Beim zweiten Versuch klappte es dann, doch das Tor hing schon etwas schief in den Angeln, wie die dafür angebrachte Markierung zeigte. Hinter dem Roxen-See kreuzten wir die Bahnlinie Stockholm-Malmö, bei deren Klappbrücke die Fahrleitung im aufgeklappten Zustand fast bis zum Boden durchhängt, ein komischer Anblick für den Bergbähnler.... Nach dem Znacht konnten wir beim Zwischenhalt in Söderköping nochmals kurz raus und für eine Stunde das idyllische Städtchen besichtigen, bevor es schon in der Dunkelheit Richtung Mem zum Ende des Göta-Kanals ging. Alle waren aufs Brückendeck zum Abschieds-Drink geladen und genossen den lauen letzten Abend, als nur etwa 700m vor der Kanalmündung die Juno plötzlich heftig ins Schwanken und dann diagonal im Kanal zu liegen kam, also nicht liegend, sondern einfach Bug vorne links an der Kanalböschung, Heck hinten rechts. Trotz Scheinwerfern hatte der Kapitän offenbar eine Untiefe übersehen, unsere Wein- und Drink-Gläser verabschiedeten sich auf den Boden und das Personal sagte nur beruhigend, das könne ab und zu vorkommen. Glücklicherweise konnte sich das Schiff mit eigener Motorkraft aus der misslichen Situation retten und wir benötigen kurz vor dem Ziel nicht noch den Abschleppdienst (so es den einen um diese Zeit noch gegeben hätte...) Letzte Schleuse noch in Mem, dann hatten wir die Ostsee bzw. den Slätbaken erreicht und schipperten gemütlich in die Mondnacht hinaus...

 

Hinweis: wenige weitere Bilder im Album, die hiesige Internet-Verbindung lässt leider kein Hochladen grösserer Bildermengen in nützlicher Frist zu, ausführliche Bebilderung erfolgt nach unserer Heimkehr.

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14. August 2016 7 14 /08 /August /2016 21:44

Sonntag, 14.08.16 Vänern-Motala

Schon früh am Morgen hatten wir bei Sjötorn den eigentlichen Götakanal erreicht, als ich erwachte und durch meine Luke nach draussen sehen wollte, blickte ich direkt an eine Schleusenmauer. Wir steckten also mitten in einer längeren Schleusentreppe, und der Wärter folgte uns mit seinem Dienst-Volvo. Später beim Zmorge zeigte sich dann die Landschaft noch viel idyllischer als jenseits der Vänern, der Kanal war nun viel schmäler und in die Schleusenbecken passte unser Boot nur noch knapp rein. Ausserdem passierten wir eine Vielzahl von Klapp- und Schiebebrücken, auch eine Bahnbrücke der Hauptlinie Göteborg-Stockholm war darunter. Nachdem es schon bei der nächtlichen „Schlossbesichtigung“ aufgeklart hatte, besserte sich das Wetter auch tagsüber zusehends, erst noch paar dunkle Wolken, später purer Sonnenschein, Sonntagswetter eben. Wir kamen an vielen sehr engen Stellen des Kanals vorbei, schliesslich auch am höchsten Punkt von 91,7 m.ü.M, der durch einen Obelisk markiert war. An der Schleuse von Töreboda erwartete uns eine singende Familie und viel Volksauflauf, danach durchquerten wir den Viken-See. Bei Forsvik mussten die Matrosen an Land gehen und mit festgemachten Tauen mithelfen, das Schiff durch die engen Kanalkurven zu manövrieren, kurz danach gabs bei Karlsborg den heutigen längeren Aufenthalt, mit einer lokalen Führerin konnten wir die dortige Festung besichtigen, welche vorsorglich errichtet worden war, um Regierung, Verwaltung und Königshaus im Kriegsfall abzuschotten. Quasi also das schwedische Réduit, wurde aber als solches nie gebraucht und ist heute teils privat genutzt, teilweise vom Militär als Ausbildungsgelände. Weiter gings danach während des Nachtessens quer über den Vättern-See nach Motala, wo wir kurz nach dem Sonnenuntergang gegen 21.00 eintrafen. Hier ist das Zentrum der Kanalschiffahrt und hier bleibt unser Schiff bis zum frühen Morgen Seite an Seite mit seinem Schwesterschiff Diana liegen, so dass wir auch hier noch einen kleinen Abendspaziergang entlang des Kais und ins Städtchen machen konnten. Zuvor wollte ich aber aus reiner Neugier vom Vize-Käptn noch wissen, wie der Verkehr bei den Eisenbahn(klapp-/hebe-)brücken geregelt wird. Also, die Züge haben Vorrang, die Schiffe müssen eine Brückenquerung anmelden und für die Durchfahrt geeignete Zugspausen abwarten, was bei uns bisher immer ohne lange Wartezeiten ging. Früh um Vier gehts dann weiter über die zweite Hälfte des Götakanals.

Hinweis: erste Bilder gibts demnächst hier!

 

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14. August 2016 7 14 /08 /August /2016 21:40

Samstag, 14.08.16 Göteborg-Vänern

Am Morgen gabs leider noch keine Neuigkeiten vom vermissten Koffer. Da wir recht früh los mussten, hinterliess ich an der Reception meine Kontaktdaten, falls der Koffer doch plötzlich dorthin geliefert werden sollte. Zuvor genossen wir aber noch das äusserst reichhaltige Frühstücksbuffet des Clarion Hotels. Zu Fuss gingen wir nach dem auschecken den kurzen Weg zum Hafen hinunter, wo wir auf einem roten Teppich als Passagiere der M/S Juno empfangen wurden. Nach einem kurzen Schwatz mit Reiseleiterin Anna und Käptn wurden uns unsere Kojen gezeigt, meine Eltern auf dem Hauptdeck ganz hinten, Eckkoje mit einem Zusatzfenster, was die anderen nicht haben. Ich bin im Unterdeck mit meiner Einzelkoje mit seitlichem Bullauge auch ganz zufrieden. Punkt Neun gings bei recht angenehmem Wetter los, erst auf dem Göta Älv Richtung Trollhättan, dies ist noch nicht der eigentliche Götakanal, sondern das Gewässer, das vom Vänersee (Vänern) her bei Göteborg in die Nordsee mündet. Im Hinterland von Göteborg gehts zuerst noch durch Industriegebiete, später wird die Landschaft lieblicher. Dafür gabs unterwegs nun ab und zu mal Regenschauer. Kurz vor Trollhättan dann die erste Schleuse, welche wir bei nun starkem Regen bewältigten, im Städtchen selber dann eine Serie von nebeneinander liegenden Schleusentreppen, welche in den letzten Jahrhunderten errichtet wurden, da der Fluss hier über Wasserfälle und Stromschnellen hinunter fliesst. Nur die zuletzt errichtete, grösste Vierfachschleuse ist hier in Betrieb und lässt das Befahren von recht grossen Seeschiffen bis auf den Vänern zu, unsere M/S Juno brauchte hier noch wenig Platz in den Becken. Oben angekommen, wurde erstmals festgemacht. Das Wetter hatte sich wieder gebessert, ja die Sonne schien sogar, und so konnten wir auf einem kleinen Rundgang das Kanalmuseum und die verschiedenen Schleusentreppen besichtigen, es blieb auch ein wenig Zeit für eigene Exkursionen. Bei wieder einsetzendem Regen passierten wir dann erst eine eindrückliche Hubbrücke der Bahnlinie (Kaliber Uttigenbrücke, einfach mit je zwei Hubtürmen beidseits des Flusses/der Brücke, an welchen das doppelspurige Brückenteil locker 27m in die Höhe gehoben wurde!), dann gings eine kurze Strecke weiter nach Vänersborg, wo wir auf die Vänern hinaus fuhren, auf dem angeblich drittgrössten See Europas schipperten wir nun in die Nacht hinein.

Auf dem Schiff gabs kurz nach dem Start erst mal eine Gesamtinformation über die Reise mit Sicherheitsinstruktionen, bald darauf schon das leckere Mittagessen. Ansonsten spielt sich das Leben an Bord vor allem auf dem obersten, dem Brückendeck ab, wo es genügend Korbstühle mit Kissen und Decken für alle hat und von wo aus man auch bei Regen die vorbeiziehende Landschaft geniessen kann. Allerdings kann es mitunter etwas kühl werden, zum Aufwärmen kann man aber an der Bar Kaffee à discretion beziehen. Als wir die Vänern erreicht hatten, war schon das dreigängige Nachtessen fällig, danach gingen die meisten zu Bett. Gegen halb Zwölf sollten wir dann noch an einem Schloss vorbeikommen, welches vom Schiff aus mit Scheinwerfern beleuchtet wurde, doch das gelang irgendwie nicht so ganz, ebenso nicht meine Fotoversuche. Und so tuckerten wir gemütlich weiter in die Nacht hinein...

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12. August 2016 5 12 /08 /August /2016 22:04

Freitag, 12.08.2016 - Göteborg

Zusammen mit meinen Eltern startete ich heute zu einer kleinen Abenteuerreise nach Südschweden. Wir trafen uns in Bern, fuhren mit einem IC nach Zürich Flughafen, übergaben dort unser Gepäck in die Obhut der SWISS und gönnten uns am Abfluggate erst mal einen Kaffee. Unser Flug nach Göteborg wurde von Helvetic Airways für SWISS durchgeführt, mit einem Fliegertyp, in welchem ich zum ersten Mal sass, eine Embraer 190. Nur komisch, dass dann in meiner Sitztasche eine Safety Card einer Fokker 100 steckte. Flugbegleiter Müller quittierte meinen entsprechenden Hinweis mit einem "Danke, sehr aufmerksam!" und tauschte die Karte gegen eine korrekte aus. Nach ruhigem Flug landeten wir in Göteborg, wo es tatsächlich leicht regnete. Dann das nächste Missgeschick, kaum aus dem Flieger draussen aber noch im Dock bemerkte ich, dass ich meinen Fotoapparat in der Sitztasche vergessen hatte. Nun musste ich erst alle aussteigen lassen, bevor ich das Gerät in Reihe 20 wieder behändigen konnte. Uff nochmal gut gegangen. Doch das grösste Ungemach von heute sollte uns noch bevorstehen: Am Gepäckband warteten wir nämlich vergebens auf Vaters Koffer, er kam einfach nicht. So meldeten wir uns beim Lost-and-Found-Büro und erhielten eine Quittung, dass gesucht würde, und mit einem angegebenen Link konnte man da die Suche verfolgen, der Koffer sollte innert 24 Stunden ins Hotel nachgereicht werden. Blöd nur, dass wir morgen früh schon aufs Kanalboot einschiffen. Was tun, Vater stand nun ohne Ersatzkleider und Toilettensachen da, gottlob waren sonst keine "wertvollen" Sachen eingepackt. Wir fuhren erst mal mit dem "FlygBuss" ins Zentrum, unser Hotel Clarion Post befindet sich direkt neben dem Hauptbahnhof. Sodann beschlossen wir, im nahe gelegenen Einkaufszentrum erst mal die wichtigsten Ersatzsachen zu kaufen und Vater neu auszustatten. Dafür fiel die geplante Stadtrundfahrt ins Wasser, aber immerhin buchstäblich, denn es regnete immer stärker, und an Stadtrundfahrt wäre eh nicht zu denken gewesen, also Einkaufstour. Nachdem wir alles beisammen hatten, meldete sich langsam der Hunger, wir brachten die Einkäufe ins Hotel und gingen dann weiter, bei inzwischen strömendem Regen, in die Innenstadt und suchten uns einen geeigneten Fresstempel. Wir wurden rasch fündig (bzw. der Regen zwang uns dazu, rasch fündig zu werden) und gönnten uns nach dem Schrecken feine Filets und Steaks und schauten zu, wie es draussen immer stärker regnete, garstig! Ich erwägte sogar, für den kurzen Rückweg das Tram zu nehmen, doch dann wurde der Regen weniger, es zeigte sich sogar leichtes Abendrot, und schliesslich kamen wir dann zu Fuss fast trocken zurück ins Hotel, nur die vielen Pfützen bescherten uns nasse Hosenbeine und Schuhe. Wir mochten nicht mehr viel anfangen und zogen uns auf die Zimmer zurück. Nun hatte ich Zeit, mal den Gepäck-Suchlink anzuschauen, und tatsächlich, da war was. Zwar noch keine Auslieferungsmeldung, doch immerhin ein Rückführungsplan für den Koffer von..... ATHEN!, via Zürich-Kopenhagen nach Göteborg, Ankunft morgen spätnachmittags, leider zu spät für uns. Nach Rücksprache mit meinen Eltern änderte ich nun die Lieferadresse auf ihre Heimadresse, da wir die nächsten vier Tage auf dem Schiff sind, besteht sonst die Gefahr, dass wir dem Koffer immer irgendwo hinterher rennen, da ist die Heimadresse die sicherere Bank. So wäre immerhin der Koffer gerettet, wenn auch die Sachen auf der Reise nicht mehr gebraucht werden können. Jetzt schauen wir mal, was passiert.

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24. Mai 2016 2 24 /05 /Mai /2016 21:27

Einige Bilder habe ich ja schon den vorangegangenen Tagesberichten angehängt. Eine umfassende Fotoserie findet Ihr ab sofort auf diesem Flickr-Link.

 

Viel Spass beim Betrachten!

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8. Mai 2016 7 08 /05 /Mai /2016 23:23

Samstag, 07.05.16

Unseren letzten Reisetag können wir gemütlich angehen, denn unser Zug fährt erst um 09.30. Der Blick aus dem Hotelzimmerfenster verspricht einen prächtigen Tag. Nach dem Zmorge geht’s noch ans definitive Packen, viel haben wir ja nicht zu verstauen. Noch rasch die Rechnung bezahlen, dann gehts ab zum Bahnhof Bludenz, wo wir auf den RailJet nach Zürich warten. Meine Premiere, ich bin noch nie mit einem solchen von seinem Betreiber ÖBB hochgelobten Zug gefahren. Wir wären jetzt aber nicht die Bahnfreaks, die wir sind, wenn wir mit diesem RailJet einfach nach Zürich und von dort dann mit dem IC nach Hause Richtung Bern fahren würden, da wäre ja der Tag nicht ausgefüllt. Nein, wir erreichen zwar in Buchs SG endgültig wieder Schweizer Boden, nachdem uns erst auf der Passage durch Liechtenstein aufgefallen ist, dass wir ja eigentlich ein Vierländerreisli machen. In Sargans steigen wir aber schon wieder um, auf einen IC nach Chur. Dort haben wir kurz Zeit, noch ein paar Sachen für unterwegs zu posten. Als letztes Highlight dieser Reise haben wir nun nämlich noch eine Fahrt mit dem Glacier-Express von Chur nach Brig  eingebaut, welche ich persönlich schon lange wieder mal machen wollte. Tinu trifft zufällig noch auf ein paar Arbeitskollegen, die im selben Wagen mitreisen werden. Bevor es losgeht, müssen wir noch etwa zehn Minuten auf einen ICE warten, der wegen einer grösseren Baustelle mit Einspurbetrieb zwischen Landquart und Chur planmässig verspätet (da haben wirs wieder…) eintrifft. Dann gehts los, erst durch die spektakuläre Vorderrheinschlucht, dann hinauf an und über den noch schneebedeckten Oberalppass. Und während all dem geniessen wir ein leckeres Dreigangmenu am Platz, serviert von der Speisewagenmannschaft. Leider wird es immer wie wolkiger, je mehr wir in die Berge hineinfahren und höher kommen, allerdings hätten wir bei knallender Sonne hinter den riesigen Scheiben des Panoramawagens wohl auch gelitten. In Andermatt gibts einen längeren Aufenthalt, die Verspätung ist bis hierhin schon wieder eingeholt und wir können uns die Beine kurz vertreten. Dann fahren wir weiter, durch den Furkatunnel und das Goms hinunter nach Brig, wo sich quasi der Kreis schliesst. Hier wechseln wir auf einen IC nach Bern, brüten während der kurzen Fahrt schon mal über paar Ideen fürs nächste Jahr. In Thun verabschiede ich mich von meinem Reisegspänli Tinu. Hier im Flachland ist die Sonne schon wieder viel präsenter, als in den Bergen, was ich dann auf dem kurzen Heimmarsch vom Bahnhof sofort zu spüren bekomme, so dass ich froh bin, zuhause mal aus den warmen Kleidern rauszukommen und die kurzen Hosen (die daheim geblieben sind) anzuziehen. War wieder mal ein kurzweiliger und interessanter Ausflug, während welchem einige Ziele besucht wurden, die schon lange auf der Liste standen!

 

Tinus letzter Reisetag

Glacier-Express als krönender AbschlussGlacier-Express als krönender Abschluss
Glacier-Express als krönender Abschluss
Glacier-Express als krönender AbschlussGlacier-Express als krönender AbschlussGlacier-Express als krönender Abschluss
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6. Mai 2016 5 06 /05 /Mai /2016 21:43

Freitag, 06.05.16

Prächtiges Wetter begrüsst uns auch heute Morgen, ein letztes Mal geniessen wir das eher mässige Frühstücksbuffet im Hotel Regina, wo die Kaffeemaschine bei jedem Kaffee, der herausgelassen wird, fast zu explodieren droht. Wir dürfen wieder mal unsere Sachen packen, wenig später besteigen wir drüben im Bahnhof den Regionalzug nach Meran. Fast die ganze Strecke gehts durch reisige Apfelbaum-Plantagen, hier kommen also Italiens Äpfel her. In Meran wartet artig ein Dieseltriebwagen der Vinschgerbahn unseren leicht verspäteten Anschlusszug ab. Da unser Fahrplan einen Anschluss eine halbe Stunde später vorsieht, wundere ich mich, weshalb mir diese Umsteigemöglichkeit nicht angegeben wurde (beim Kursbuch lesen wäre mir dies sicher aufgefallen). Ehe wir schnallen, dass wir eigentlich gleich weiterfahren könnten, fährt der Triebwagen ab. Egal, hier in Meran gibts am Bahnhof noch etwas mehr zu sehen/kaufen als in Mals. Wir machen noch ein paar Fotos von den Zügen und dem Depot und setzen uns dann in den bereit gestellten Triebwagen, ein Einzelfahrer, während vor einer halben Stunde eine mässig besetzte Doppeltraktion Richtung Mals abfuhr. So rächt sich nun unser Entschluss, in Meran zu warten. Der Wagen füllt sich immer mehr mit Wanderen und Bikern (natürlich mit ihren sperrigen Velos), an der ersten Haltestelle nach Meran steigen zudem noch zwei Schulklassen auf Maibummel zu, welche aber wenig später schon wieder aussteigen. Das Ganze ist natürlich auch mit Zeitverlusten verbunden, so dass wir zeitweise gegen zehn Minuten Verspätung haben (und einen sechsminütigen Anschluss in Mals zum Bus). Je weiter unser Zug das Vinschgau hochkommt, vermindert sich aber die Verspätung, und in Mals können wir gleich am selben Perron auf unseren Bus umsteigen. Auch hier gilt immer noch unsere Südtirol-Mobilcard. Der Bus der SAD fährt uns nun den Reschenpass hoch, kurz vor der Passhöhe gibt es den weit herum bekannten Kirchturm von Graun zu sehen, der aus dem aufgestauten Reschensee ragt bzw. bei unserer heutigen Vorbeifahrt ziemlich im Trockenen steht, weil der Wasserstand des Stausees realtiv niedrig ist. Gleich hinter dem See folgt die Passhöhe und ein paar Kilometer weiter die Grenze zu Österreich. Nach einem Halt in Nauders gehts über viele Schleifen hinunter ins Unterengadin nach Martina. Hier an der Bushaltestelle Martina cunfin gleich neben der Grenzstation begegnen sich mehrmals am Tag Busse aus drei verschiedenen Ländern (SAD aus I, ÖBB-Postbus aus A und Postauto aus CH) und vermitteln gute Anschlüsse untereinander. Und da wir nun auf den österreichischen Bus nach Landeck wechseln, waren wir also zum Umsteigen nur gut zehn Minuten in der Schweiz. Ok, bis der Bus ein paar Kilometer weiter bei Finstermünz endlich österreichisches Staatsgebiet erreicht, dauerts noch ein paar Minuten länger. Wir fahren nun das Inntal hinab nach Landeck. wobei der Postbus einige Male die Hauptstrasse verlässt, um die Dörfer zu bedienen. In Landeck werden wir direkt am Bahnhofeingang abgesetzt, haben noch etwas Zeit und gönnen uns einen feinen Snack in einem Bäckershop direkt in der Bahnhofhalle. Mit einem "normalen" InterCity gehts dann über den Arlberg und bis Bludenz, unserem letzten Etappenort. Zuerst quartieren wir uns im Hotel "Herzog Friedrich" ein, sind aber wenig später bereits wieder auf der Piste. Wir wollen nämlich noch mit der Montafonerbahn MBS fahren, allerdings führt uns nun ein ÖBB-Triebwagen über die Privatbahnlinie nach Schruns. Dort gibts es nicht viel zu sehen, also fahren wir gleich wieder eine Station zurück nach Tschagguns. Von dort führt ein Wanderweg der Bahn  und dem Flüsschen Ill entlang talauswärts. Wir folgen dem Weg zu Fuss und können etwas später gute Streckenfotos von einem weiteren ÖBB-Zug machen, später begegnen uns aber auch noch die für die MBS typischen gelben Triebwagen, Typ schweizer NPZ. Mit einem solchen fahren wir nach etwa 6 km Wanderung ab St. Anton wieder zurück nach Bludenz. Wir hängen noch ein wenig auf der Bahnhofbrücke herum, um  einige Züge zu fotografieren und gehen danach in die Innenstadt, wo wir in einer Pizzeria mit "Hausgarten" einkehren. Der "Hausgarten" entpuppt sich zwar einfach als ein paar Tische, die auf eine Hintergasse hinausgestellt sind, doch immerhin ist es dort einigermassen ruhig, und so geniessen wir das letzte Znacht der Reise.

 

Tinus Dreiländerfahrt

in zehn Minuten durch die Schweizin zehn Minuten durch die Schweiz
in zehn Minuten durch die Schweizin zehn Minuten durch die Schweizin zehn Minuten durch die Schweiz
in zehn Minuten durch die Schweizin zehn Minuten durch die Schweiz
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Published by Woody
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