27. Oktober 2016 4 27 /10 /Oktober /2016 21:51

Mittwoch 25.10.16, 16.30 MESZ, Zürich HB

Der weitere Flug verlief ruhig, ich konnte sogar recht gut schlafen, der Business-Liegesitz ist zwar nicht so bequem, wie erwartet, vielleicht weil ich so viel daran verstellt hatte. Aber irgendwie gelang es mir dann trotzdem, eine gute Liegeposition zu finden. Jedenfalls kamen wir schon gegen Irland zu, als ich wieder erwachte. Schon gabs Zmorge, der Service allgemein ist sehr gut, das Personal erfüllt einem alle Wünsche, allerdings hatte ich gar nicht so viele. In Zürich landeten wir etwa zehn Minuten zu früh, so dass es mir locker auf den nächsten Intercity Richtung Bern reichte. Nur ist jetzt in der Schweiz Pendlerzeit, und dieser Zug ist einer der bestfrequentiertesten ab Zürich, gottlob habe ich bereits ab dem Flughafen einen guten Platz! Temperatur etwa 14°, komisch, ich schwitzte und musste den Pullover wieder ausziehen, den ich zum Aussteigen aus dem Flieger vorsorglich angezogen hatte. Nun gehts heimzu, Jetlag möglichst rasch überwinden und morgen Mittag beginnt bereits die Arbeit wieder. Doch von dieser vielseitigen und interessanten Reise, die nebenbei organisatorisch und logistisch in jeder Hinsicht geklappt hat, (mein Privat-Reisebüro hat wieder mal gut gearbeitet ;-) werde ich wieder einige Monate zehren können....

 

Dranbleiben, die letzten Berichte werden in den nächsten Tagen noch vervollständigt, und das Flickr-Album noch stark erweitert!

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27. Oktober 2016 4 27 /10 /Oktober /2016 21:42

Dienstag 25.10.16, 23.10 in Los Angeles, 08.10 zuhause,
irgendwo gerade über der amerikanisch-kanadischen Grenze

Auch heute Morgen waren Dawn und Bruno schon bei der Arbeit, als ich aufstand. Es gab nur noch wenig zu packen und aufzuräumen, und um neun Uhr war ich mit Bruno zum Kaffee in der Zumbar verabredet. Wir genossen dort gerade unseren Abschieds-Latte/Mocha, als uns eine Frau in recht gutem Schweizerdeutsch ansprach. Es stellte sich heraus, dass sie mit einem Schweizer verheiratet ist und von seinem Bruder unsere Sprache gelernt hat. Sie war ganz aus dem Häuschen (excited), dass sie da so zwei ähnlich Sprechende angetroffen hat. Im Verlauf des Gesprächs kam dann noch heraus, dass sie Heidi Kübler heisst und mit dem Enkel der Radlegende Ferdi Kübler verheiratet ist. Und so plötzlich wie sie gekommen war, entschwand sie auch wieder, I have to go to work.

Etwas später verabschiedete ich mich dann auch von Bruno und fuhr als erstes nochmals zum Nike-Shop, wo ich gestern neue Schuhe gekauft hatte, dort hatte ich nämlich auch eine Rexyclingbox für alte Schuhe gesehen. Nun konnte ich dort gleich die unterwegs kaputt gegangenen Sandalen und auch gerade meine eh ausgelatschten Turnschuhe deponieren (offenbar werden die Schuhe zerhäckselt und der Gummi dann unter Teppichen als Rutschschutz verwendet). Danach gings auch noch ins andere Shoppingcenter von Carlsbad, wo ich mir gestern noch ein paar Sachen vorgemerkt hatte, falls es in den Outlets nichts brauchbares hatte. Dazu hatte mir Dawn auch noch einen Tipp für günstige Jeans gegeben, da der Lewis-Laden im anderen Zentrum gerade geschlossen hat.
Nachdem auch die letzten Einkäufe getätigt waren (wieder mal mehr als auf meiner ursprünglichen Liste), fuhr ich dann auf der Pacific Coast Highway 1 nordwärts Richtung Los Angeles. Heute war das Wetter wieder wunderprächtig, doch für Beach reichte es nicht mehr, ausserdem war es windig und frisch. Mit paar kurzen Zwischenstopps und einem Tankstopp im bestens bekannten Redondo Beach fuhr ich durch bis zum Dockweiler State Beach auf der Höhe und am Pistenende des Flughafens, wo ich noch fast eine Stunde lang den startenden Fliegern in LAX zuschauen konnte. Danach gings nur noch zehn Minuten um den Airport herum zur Avis-Mietwagenrückgabe. Diesen Ford hätte ich gerne noch etwas länger gefahren. Und nun begann der Luxus-Abschluss dieser Reise, denn zur Feier meiner 1'000. Flugstunde (irgendwo auf dem Hinweg) habe ich mir nämlich für den Rückflug einen Businessclass-Sitz in der neuen Boeing 777 der SWISS spendiert. Fast kein Anstehen beim Kofferabgeben, dann etwas länger und ohne Privileg bei der Security, dafür anschliessend grosse Auswahl an Leckereien in der neuen StarAlliance-Lounge im ohnehin neuen Internationalen Terminal von LAX, ein prächtiger Bau! Leichte Verspätung beim Einsteigen, doch mein Einzelsitz bietet allen Komfort und noch viel mehr. So viel, dass ich mit all den Knöpfen und Schaltern nicht mehr drauskomme... Eben gab es ein feines Znacht und jetzt probiere ich mal zu schlafen...     
 

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25. Oktober 2016 2 25 /10 /Oktober /2016 06:43

Montag 24.10.16, 23.40 PT, Carlsbad, Southern California

Eigentlich wollte ich mir am heutigen letzten ganzen Ferientag noch einen relaxenden Strandaufenthalt gönnen, doch das Wetter hatte etwas dagegen. Am Vormittag regnete es erneut leicht, ausserdem wehte es ziemlich kühl vom Meer her, am Nachmittag zog sogar ein kurzes Gewitter vorbei. Also schlief ich mal aus, holte mir dann im selben Café wie gestern einen leckeren Latte und fuhr mal Richtung Encinitas, wo mir Bruno den Weg zu einem lauschigen Strand beschrieben hatte. Nur mal schauen gehen. Dieser Strand war mir dann beim näheren Hinsehen bestens bekannt, denn als ich vor ein paar Jahren schon mal in der Gegend war, hatte ich ganz in der Nähe übernachtet. Das Moonlight Beach Motel existiert allerdings inzwischen nicht mehr. Dieser öffentliche Strand war dann heute aber eher eine Baustelle, wurde doch gerade der alte Baywatch-Wachturm abgerissen. Deshalb fuhr ich, nachdem ich meinen Kaffee ausgeschlürft hatte, gleich weiter Richtung Carlsbad. Dort suchte ich zuerst mal das Legoland of California, doch die wollten schon nur fürs parkieren $ 15, also drehte ich wieder um. Dann weckte ein Schild zum "Museum of making music" meine Aufmerksamkeit, das könnte auch interessant sein, doch wie die meisten Museen hatte auch dieses am Montag geschlossen. Das bleibt also mal eine Option für den nächsten Besuch hier. Dafür konnte ich dann in zwei Shopping- bzw. Outletzentren meine Einkaufsliste fast ganz abarbeiten. Als ich beim zweiten wieder rauskam, zog eben gearde das Gewitter vorüber, also ging ich noch weiter shoppen. Später gings dann auf dem selben Weg zurück nach Cardiff, wobei ich noch zweimal am Meer verweilte und immerhin mal noch meine Füsse im Pazifik nass machte. Als ich zurück an den Moonlight Beach kam, war vom Überwachungsturm nichts mehr zu sehen, nur der Abrissbagger stand noch dort. Zum Abschluss des Tages zeigte sich das Wetter dann doch noch versöhnlich und so konnten Bruno und ich von der Dachterrasse nochmals einen herrlichen Sonnenuntergang verfolgen, Alltag für Bruno, eindrücklich für mich... Zum Znacht lud ich dann meine Gastgeber Dawn und Bruno noch in ein Restaurant ihrer Wahl ein, es ging zu einem Italiener aus Napoli, wo wir vorzüglich assen, dazu ein feiner Tropfen Malbec, und zum Dessert wurde uns unaufgefordert eine Tiramisu-Eigenkreation vorgesetzt, mmmh! Den Abend beschlossen wir dann wieder zuhause rund um die Kücheninsel bei einem weiteren Glas Roten. Nun bin ich noch am Packen, schliesslich bin ich für die Rückreise in der bequemen Lage, meinen Plunder logistisch geschickt auf zwei Gepäckstücke aufteilen zu können/dürfen.

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24. Oktober 2016 1 24 /10 /Oktober /2016 06:17

Sonntag 23.10.16, 23.15 PT, Cardiff by the Sea, California

Am Vormittag führte Bruno mich in seinem 65er Chevy Impala-Cabrio durch Cardiff und zeigte immer wieder links und rechts auf Bauten, die er gekauft, nach seinem Stil ausgebaut und nun vermietet oder teilweise wieder verkauft hat. Schon nur die Fahrt an sich in dem röhrenden Cabrio war ein beeindruckendes Erlebnis! Ausserdem hat er mit einigen, im Stil typisch erkennbaren Objekten, schon einige Landmarks in der Gegend hinterlassen. Nachdem wir uns einen feinen Kaffee in einem Laden im Zentrum geholt hatten, zeigte er mir noch ein Ferienhaus, das er jeweils längerfristig vermietet. Dabei begann es tatsächlich unterwegs leicht zu regnen, so dass das Dach des Cabrios vorübergehend geschlossen werden musste. Kurz nach Mittag ging es dann zum Lunch in den Fishmarket. Brunos Frau Dawn war jetzt auch mit von der Partie. Nach dem feinen Fisch-Zmittag fuhren wir noch weiter südlich - nun wieder mit offenem Verdeck - bis La Jolla, dem Universitätsvorort von San Diego, gingen zu einem Aussichtspunkt hoch über der Küste, wo man den Surfern zuschauen konnte, und kehrten dann wieder nach Hause zurück. Dawn und Bruno mussten am späteren Nachmittag noch kurz ihrem Business nachgehen (sonntags! Respekt!) während ich es mir im begrünten Innenhof bequem machte und noch etwas meine Reiseunterlagen ordnete. Zum Znacht gabs schliesslich noch feine Pizza, danach setzten Bruno und ich unsere am Vorabend jäh unterbrochene Konversation fort, bis auch die nächste Rotweinflasche ausgetrunken war...

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24. Oktober 2016 1 24 /10 /Oktober /2016 06:07

Samstag 22.10.16, 23.00 PT, Cardiff/Encinitas, California

Am Vorabend hatte ich noch alles gepackt, so dass es heute Morgen nach dem Ausschlafen gleich losgehen konnte. Es waren noch etwa 105 Meilen südwärts zu bewältigen, was vorwiegend auf der Interstate 25 geschah, unterwegs noch volltanken, dann direkt, den Grossraum Denver umfahrend, zum Flughafen, der weit draussen auf freiem Feld steht. Mietwagen-Abgabe, Gepäckaufgabe ging alles rassig voran, sogar an der Sicherheitskontrolle musste man nicht anstehen, ich hatte in meiner Planung etwas mehr Wochenend-Verkehr erwartet. So hatte ich dann vor dem Abflug noch genügend Zeit, mir einen Lunch zu besorgen, denn im Billigflieger Frontier würde es nichts zu Essen und zu Trinken geben (höchstens beschränktes Angebot und gegen Bezahlung). Pünktlich, minutengenau um 13.43 wurde unser Flieger dann abgedockt, danach ging der Flug südwestwärts über die Rocky Mountains Richtung San Diego. Unterwegs erkannte man bei bestem Wetter sogar das Monument Valley und Teile des Grand Canyon. Vorzeitig landete der Flieger in San Diego, und ich hatte nun ein kleines Problem, denn wenn ich jetzt schon eine Stunde früher mein neues Mietauto abholen würde, müsste ich es mit den vorausbezahlten drei Tagen in Los Angeles auch entsprechend früher abgeben, also nahm ich mir Zeit auf dem Weg zum Rental Car-Terminal, war aber immer noch früh dort. Also ging ich an den Schalter und fragte mal, ob man, statt einen ganzen zusätzlichen Tag zu zahlen, irgendwie Zusatzstunden kaufen könnte. Und das ging tatsächlich! Also sofort Vertrag abgeschlossen und Auto übernommen, ich bekam einen bronzefarbenen Ford Fusion mit allen Schikanen, auch das Radio funktioniert!! Nach Einrichten und Angewöhnen ans Auto führte mich der Weg direkt auf die Interstate 5 Richtung Norden, nach etwa einer halben Stunde erreichte ich Cardiff, wo mein ex-Schulkollege Bruno schon auf mich wartete.

Bruno ist ein paar Jahre nach unseren Schul- und Lehrabschlüssen nach Kalifornien ausgewandert, hat hier geheiratet und sich eine Existenz als Baumeister und Immobilienhändler aufgebaut, wovon er heute offensichtlich gut leben kann. Entsprechend prachtvoll (selber umgebaut und eingerichtet) ist sein eigenes Haus, zwar sehr verwinkelt, aber mit allen Schikanen ausgerüstet. Der grösste Hit ist der begrünte Innenhof mit Wasserfall, grossem Grill und vielen bequemen Möbeln, Cheminée und einer offenen Bar direkt zur Küche. Auch die Umgebung des Hauses ist stilvoll begrünt, ein wenig das Markenzeichen von Brunos (Um-)Baustil. Schliesslich gibts auch noch eine Dachterrasse, von welcher aus man einen herrlichen Blick aufs Meer hinaus hat. Später zeigte mir Bruno noch seine neueste Errungenschaft, ein Haus oben auf einem der hinteren Hügel mit Aussicht auch auf die Landseite. Dieses will er nun ausbauen und später dorthin ziehen. Schliesslich gings noch zum Einkauf fürs Znacht, ein pralles Stück Fleisch für den Grill musste es sein. Dann genossen wir den Abend auf der Terrasse, tauschten bis spät Erinnerungen und Reiseerlebnisse aus, bis wir dann, vom vielen Rotwein ziemlich belullt, fast wortlos in die Federn sanken.

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22. Oktober 2016 6 22 /10 /Oktober /2016 06:20

Freitag 21.10.2016, 23.40 MT, Cheyenne, Wyoming

Als ich heute den Vorhang öffnete, traute ich meinen Augen nicht. Mein Zimmer hatte besten Blick direkt auf den Colorado River, am anderen Ufer am Hang eine Bahnlinie, doch ich hatte keinen einzigen Zug gehört. Auf dem Tagesprogramm stand nun die Weiterfahrt nach Cheyenne, etwa 260 Meilen in viereinhalb Stunden. Es hätte zwar eine schnellere Variante via Denver und alles auf der Autobahn gegeben, doch ich gondle lieber gemütlich auf fast leeren Strassen durch die Landschaft. Doch diesmal hatte sich meine Routenwahl als verhängnisvoll erwiesen, im positiven Sinn, ich kam fast nicht vorwärts, weil es wieder viiiel grandiose Gegend zu bestaunen gab! Erst ging es zwar noch auf der I70 weiter Richtung Osten, doch bald zweigte ich nordwärts ab, landete irgendwie wieder im Tal des Colorado, wo ich irgendwo einen kurzen Halt machte, um zuzuschauen, wie Fischer in ihren Ruderbooten (!) Stromschnellen bewältigen (!), als ich in der Ferne einen Zug brüllen hörte (anders kann man dem Ton nicht sagen...). Also doch etwas Verkehr auf dieser einspurigen Strecke. Ich dachte, ich hätte noch Zeit und fuhr ein Strässchen zum Bahntrasse am Fluss hinab und wollte dann zu Fuss über einen Bahnübergang auf die Sonnseite gelangen und freute mich schon auf ein Bild mit Zug und Fluss und Fischern, als der Zug bereits um die Ecke kam. Es war kein langsamer Güterzug, sondern der westwärts fahrende Amtrak-Zug 5 "California Zephir" nach Los Angeles! So konnte ich halt nur Bilder von der Schattseite, immerhin Zug und Fluss und die paar Fischer ganz im Hintergrund machen. Richtig nervig wurde es dann ein paar Meilen weiter, wo die Strasse über die Bahn und ans andere Flussufer wechselte und man von dort aus einen prächtigen Fotostandort auf eine weite Kurve der Bahnlinie entlang des Colorados gehabt hätte. Wäre ich doch nur zehn Minuten eher dort gewesen. Lange konnte ich mich aber nicht nerven, denn plötzlich meldete sich mein Auto mit einem "Piiep", um mich zum Tanken aufzufordern. Toll, ich mitten im Nirgendwo und hätte vorher noch tanken sollen. Gut es war noch die Hälfte eines Viertels Benzin im Tank, das sollte eigentlich bis zum nächsten Kaff noch reichen, hoffentlich eines mit Tankstelle. Die Strasse führte aber erst noch weiter in die Höhe, über zwei kleine Pässe, immerhin konnte ich beim Hinunterfahren Benzin sparen. Schliesslich erreichte ich den Ort Kremmling, wo es tatsächlich zwei Tankstellen hatte. Die Strasse führte weiter über ein Hochplateau, beidseits gesäumt von eingeschneiten Berggipfeln, Richtung Norden zur Grenze zu Wyoming, Schneereste reichten manchmal bis hier hinunter. Ab Laramie wurde es dann wieder flacher, und mein Ziel Cheyenne liegt schon wieder topfeben. Cheyenne, die Eisenbahnstadt Amerikas. Hier werden die Züge Richtung der Bergstrecken in den Rockies mit Loks verstärkt oder zumindest Personal gewechselt. (das "Spiez" der Union Pacific?) Der Bahnhof mit Depot belegt eine riesige Fläche, von einer Strassenbrücke aus kann man das Geschehen verfolgen. Doch zunächst suchte ich einen Big Boy, die grösste je gebaute Dampflok. Sie ist in einem Stadtpark nahe des Bahnhofs ausgestellt, leider mit einem hohen Zaun efassteing. Ein zweiter Big Boy, eine Maschine, die ich schon in Kalifornien mal besucht hatte, steht nun hier im Museumsdepot von Union Pacific und soll wieder fahrtüchtig gemacht werden. Von der Brücke aus sah man immerhin deren Tender im Depotareal stehen. Zum Schluss des Tages gabs noch ein paar Sonnenuntergangsbilder von den Bahnanlagen, dann suchte ich mir in der Stadt ein Restaurant fürs Znacht, jetzt gabs endlich die gestern versäumte Pizza!

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22. Oktober 2016 6 22 /10 /Oktober /2016 05:27

Donnerstag 20.10.16, 23.00 MT, Glenwood Springs, Colorado

Bevor ich heute Morgen den vorderen Teil des Arches Nationalparks in Angriff nahm, machte ich erst noch einen Abstecher zum Dead Horse Point, ein States Park, der auch nur etwa eine halbe Stunde von Moab entfernt liegt. Es ist vor allem ein Aussichtspunkt oberhalb einer 180°-Schlaufe des Colorado Rivers, mit weiter Sicht in die grandiose Landschaft hinaus. Zurück am Arches-Park genoss ich dann als Vorauszahler Sonderbehandlung und durfte die lange Autowarteschlange vor den Kassierstationen über einen Bypass umfahren. Es ging nochmals bis zu den unteren Aussichtspunkten des Delicate Arch. Im Teleobjektiv sah man gut, dass gegen Mittag dort oben viel mehr Volk war, als gestern zum Sonnenuntergang. Weiter gings zu den Windows-Arches, zwei nebeneinanerliegende Bögen mit weitem Blick in die Gegend hinaus. Gleich daneben steht der Double-Arch, ein Doppelbogen. Nebst all den Arches gibt es auch andere spezielle Felsformationen im Park zu bestaunen, so diverse Balancing Stones, Steine auf Felssäulen, die jeden Moment hinunterzustürzen drohen, oder Steinsäulen, die aussehen wie Statuen. Einfach viel zu viel, und so geriet ich wieder mal in Verzug mit der Zeit, aber das war mir egal, ich genoss es, in dieser spektakulären Landschaft rumzugondeln. So wurde es dann kurz nach 15 Uhr, als ich endlich den Transfer nach Glenwood Springs in Angriff nahm. Diesen Ort hatte ich ausgewählt, weil er etwa in der Mitte zwischen Moab und Cheyenne liegt und es dort eine gute Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten hat. Zuerst fuhr ich noch eine recht lange Strecke durchs Castle Valley, entlang dem Colorado. Die Felsformationen, die sich beidseits des Flusses erheben, machen durchaus den Eindruck, dass es sich um riesige Schlösser handeln könnte, deshalb der Name des Tales. Und plötzlich entfernt man sich dann vom Colorado und ist wieder in der weiten Ebene auf langen geraden Strassen unterwegs, welch Unterschied zu den kurvenreichen Routen entlang des Flusses. Schliesslich gings dann doch noch auf die Interstate 70, nun war Tempobolzen angesagt, 80 mph, eine Acht auf den Geschwindigkeitstafeln hatte ich in den Staaten noch nie gesehen, ist ja fast 140 km/h! Der Spass ging aber auch nur bis zur Staatsgrenze Utahs, auf Colorado-Boden galten dann wieder die üblichen 75 mph, immerhin. Nach einer flachen Strecke wand sich dann die I70 auch ins Tal des Colorado hinein, und als ich Glennwood Springs erreichte, waren gerade die letzten Sonnenstrahlen aus dem Tal entschwunden. Meine Unterkunft fand ich gleich neben der Autobahnausfahrt, ich räumte rasch ein und machte mich dann auf die Suche nach Essen. Glenwood Springs gilt als Tor zum Skigebiet Aspen und ist selber etwas eine Retortenstadt, jedenfalls war der moderne Dorfkern/Einkaufszentrum bis auf ein paar wenige geöffnete Läden und Restaurants ziemlich ausgestorben. Man wartet auf die Wintersaison, eigentlich sollte es schon Schnee haben, aber es blieb und bleibt trocken und herbstlich schön, gut für mich. Gesucht habe ich eine Pizzeria, gefunden habe ich ein Chinesisches Restaurant, die Vorspeise war scharf, doch das Hauptgericht erwartet fein.

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21. Oktober 2016 5 21 /10 /Oktober /2016 15:31

Mittwoch 19.10.16, 23.00 MT, Moab, Utah

Früh um Acht stand ich heute schon auf, es galt, den einzigen Zug der Durango & Silverton Railway (fotografisch) zu erwischen, der um 8.45 in Durango starten sollte. Das gab nur ein kurzes Zmorge, und das Packen verschob ich auch auf nachher. Der Bahnhof lag erwartungsgemäss noch im Schatten, doch hatte ich mir eine Stelle am Animas River am nördlichen Stadtrand ausgesucht, wo auch noch ein paar der knallig gelb leuchtenden Herbstbäume mit aufs Bild kamen. Der Zug fuhr so langsam, dass ich ihn darauf noch zwei Mal überholen konnte und so auch noch zu Bildern "auf freiem Feld" kam. Zurück im Hotel musste ich nun also noch aufräumen und packen, gegen 10 Uhr startete ich dann Richtung Westen. Es ging nun über eine recht langweilige Strecke mit vielen langen geraden Teilstücken. Nun machten sich das nicht funktionierende Autoradio oder das Fehlen einer Mitfahrerin negativ bemerkbar, denn zeitweise, hatte ich sogar mit Sekundenschlaf zu kämpfen, des eintönige Schnurren des Motors wirkte einlullend. Mit allen Mitteln wie Fenster öffnen, kurze Pausen usw. versuchte ich dem entgegenzutreten. Kurz vor Moab, nun im Staate Utah, wurde es dann wieder interessanter, verschiedenste Tafelbergresten, Mesas, säumten nun den Weg. Ich fuhr durch Moab durch, direkt zum nahe gelegenen Arches Nationalpark. Von früheren Nationalparkbesuchen wusste ich, man fährt von Lookout zu Lookout und verschwendet viel Zeit. Hier machte ich es mal anders, ich fuhr von Anfang an bis ganz nach hinten und würde die Sache dann von dort angehen, so dass ich mich bei meinem morgigen zweiten Besuch nicht mehr soweit fahren musste.

Der erste Arch (Steinbogen), den ich besuchte, erwies sich dann schon mal als Reinfall. Der Landscape-Arch hat zwar eine der grössten Spannweiten, hing aber komplett im Gegenlicht, das war eindeutig ein Fall für einen Besuch am Morgen. Dann wurde es aber besser und die nächsten Bögen lagen alle wunderschön im Sonnenlicht, so sehr, dass es manchmal auch die Kameras überforderte. Zum Schluss des Nachmittags fuhr ich dann noch zu einem der bekanntesten Bögen, dem Delicate Arch, zunächst zu zwei Aussichtspunkten, die unterhalb lagen. Danach beschloss ich, doch noch den 40-Minuten-Trail unter die Füsse zu nehmen, um zum Sonnenuntergang dort obern beim Arch zu sein, immer mit dem Risiko, dass ich nicht rechtzeitig oben sein würde. Mit öfters Blicken zurück zum Sonnenstand hetzte ich den Hoger hoch, und es reichte tatsächlich. Oben erwartete mich dann eine ganz besondere Stimmung, der Bogen in wechslenden Rottönen, grandioser Ausblick, und immer mehr Leute kamen hoch, stellten sich am Rande der Arena auf, aber alles total freidllich und ruhig. So ging das noch fast eine halbe Stunde, bis sich die Sonne definitiv verabschiedete. Der Rückmarsch war dann viel leichter, es erstaunte mich nur, dass da immer noch Leute hochkamen, denn die Dunkelheit setzte rasch ein. Wie kamen die wohl wieder runter? Als ich das Auto erreicht hatte war es schon recht düster, und bis ich am Parkusagang war, war es schon richtig finster. Ich fuhr noch die paar Meilen bis Moab, logierte mich dort iin einem Motel6-Zimmer ein und verarbeitete anschliessend die Eindrücke beim Znacht in einem Dennys.

kleiner Hinweis: Bilder der Arches findet Ihr in meinem eben ergänzten Flickr-Album unter diesem Link

 

 

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19. Oktober 2016 3 19 /10 /Oktober /2016 05:08

Dienstag 18.10.2016, 23.00 MT, Durango, Colorado

Nach dem Aufstehen gabs ein rechhaltiges Zmorge in der Lobby des äusserst schmuck gepflegten und betriebenen Days Inn. Da ich gestern nicht viel gegessen hatte, musste ich ein wenig nachholen. Danach startete ich, nochmals etwa 30 Meilen schnurgerade südwärts, bis ich Antonito erreichte, der östliche Ausgangspunkt der Cumbres & Toltec Railroad. Diese fährt nur noch diese Woche, leider mit einem Fahrplan, der es dem Einzelreisenden nicht erlaubt, die Strecke an einem Tag in beiden Richtungen zu bereisen. Also "begleitete" ich halt die Züge mit dem Auto. Der westwärts fahrende Zug fuhr um 10 Uhr in Antonito ab, gleich nach dem Bahnhof, schon halb in der Prärie, gabs die ersten Streckenfotos, danach verschwand der Zug in einer Schlucht. In der Mitte der Strecke liegt der Kreuzungsbahnhof Osier, wo sich die beiden Züge des Tages begegnen und für alle Passagiere Mittagsbrunch organisiert ist. Die Station findet sich nirgends auf einer Karte oder in einem Fahrplan, einzig auf der Webseite des Caterers fand ich eine Wegbeschreibung dorthin, es sollte etwa 25 km über eine Forststrasse/Gravelroad und dann in einen Talkessel hinunter gehen. Bei schlechtem Wetter nur für 4x4-Fahrzeuge empfohlen. Nun, es war schon längere Zeit trocken, und kein Regen in Sicht, also wagte ich die Tour, und ich muss sagen, ich habe anderswo in Australien oder Hawaii schon schlimmere Strassen mit Mietwagen befahren. Als ich dort hinten in Osier ankam, war noch alles ruhig, nichts deutete darauf hin, dass hier bald ein kleines Spektakel stattfinden würde. Dann hörte man ein erstes Brüllen einer Lok aus einem Tal hervor, mit dreifachem Echo, schliesslich kam der Zug aus Westen, von Chama, um die Ecke und fuhr langsam in einer grossen Schlaufe in Osier ein. Nach etwa 20 Minuten wiederholte sich die Szenerie auf der anderen Talseite, als der Zug von Antonito eintraf. Da beide Züge jetzt etwa eine Stunde hier stehen blieben, verliess ich Osier, mit dem Ziel Chama, dem westlichen Ausgangspunkt der Strecke. Hier wollte ich noch etwas Bahnhofatmosphäre fotografieren und den Souvenirshop besuchen, dann weiter nach Durango fahren, um den einzigen ankommenden Zug der Durango & Silverton Railway auch noch gleich zu erwischen. Soweit der Plan, doch als ich, wieder auf der Hauptstrasse, von einer Anhöhe hinabfuhr, entdeckte ich Rauchschwaden auf der Seite. Und tatsächlich, die Strasse machte eine grosse Schlaufe, und innerhalb dieser machte die Bahnlinie eine ebensolche, und der Zug war auch schon da! Noch rasch einen günstigen Platz gesucht und aus dem Auto gehüpft, schon gabs tolle Bilder. Der Zug hielt noch an einem Wasserturm, um Nachschub zu fassen, dann fuhr er weiter in die Wälder. Auf dem Cumbres-Pass, wieder mal auf über 3000 m.ü.M., hielt ich dann am Bahnhof wieder an, um den Zug dort zu erwarten. Doch es hornte zunächst von der anderen Seite, was mich etwas drausbrachte. Doch dann fuhr von Westen her ein Dienstzug mit drei Schotterwagen, gestossen von einer weiteren Dampflok ein. Wenig später folgte der Personenzug von Osten und untergewaltigem Gejohle der Lokpfeifen begrüssten sich die beiden Züge. Das war natürlich was, "planmässiger" Güterverkehr mit Dampfloks sieht man nicht alle Tage, auch wenn es hier nur ein Dienstzug war. Der Personenzug war weitergefahren, ich unterhielt mich noch kurz mit zwei einheimischen Eisenbahnfreunden, dann gings den Pass hinab, etwas weiter unten überquerte die Bahnlinie die Strasse und führte dann einem kleinen Teich entlang, DAS Sujet! Nur befürchtete ich, dass der Zug hier schon durch war, doch man musste nur Ohren und Nase offen halten um zu merken, nein war er noch nicht. Er kam aber bald, so dass ich nur noch mit einem Spurt (hey Woody, du bist auf 2'850 Meter Höhe!!!) die gewünschte Position erreichte (keuch). Das wars dann, das konnte nicht mehr getoppt werden. Mit enormem Zeitverlust (aber es hatte sich gelohnt) fuhr ich weiter nach Chama, besuchte dort nur noch kurz den Bahnhof, dann gings gleich weiter nach Durango. Trotz zügiger Fahrt traf ich dort genau gleichzeitig mit dem einfahrenden D&S-Zug ein, doch das gab eh keine guten Fotos mehr, da sich die Sonne auch schon hinter den Hügeln verabschiedet hatte und das Bahnhofgelände recht eng ist. Ich versuche es morgen beim startenden Zug um 8.45 etwas ausserhalb des Ortes. Schliesslich erreichte ich mein Hotel für diese Nacht, das Best Western Durango Inn. Reichhaltiges Znacht gabs gleich im angebauten mexikanischen Restaurant, wie passend, denn während des heutigen Trips habe ich mehrere Male über die Grenze nach New Mexico gewechselt.

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18. Oktober 2016 2 18 /10 /Oktober /2016 05:56

Montag 17.10.16, 23.30 MT, Alamosa, Colorado

Gestern Abend hatte ich noch alles für die Weiterreise bereitgestellt, so dass ich heute Morgen nur noch fertig packen musste. Kurz nach Acht brachte ich erst den Mietwagen zurück, fuhr dann mit dem Shuttlebus zum Terminal, wo ich mich an eine Eincheck-Station von Alaska Airlines wagte. Das ging leichter und schneller als erwartet, auch der Koffer war rasch abgegeben. Am meisten Zeit brauchte die Warterei beim Security-Check. Schade, dass gerade dieses Land, das auf die Sicherheit derart Wert legt, sich für die Kontrollen dann nicht effizienter organisiert. Das ging in Zürich bei ähnlich hohem Passagieraufkommen also viel rascher voran! Gut, ab heute wurde zudem noch ein bestimmtes Telefongerät aus den Fliegern verbannt, was natürlich zu zusätzlichen Fragen an die Passagiere führte... Mit einer Untergrundbahn erreichte ich schliesslich das Gate, doch da war noch ein anderer Flieger angedockt, was am Schluss in 45 Minuten Verspätung für unserern Abflug resultierte. Seattle verabschiedete mich, wie es mich empfangen hatte, mit Regen. Wie schön, nach Verlassen der Wolkenhülle wieder mal blauen Himmel zu sehen! Die Maschine flog etwa diagonal über die Rocky Mountains, am Yellowstone Nationalpark vorbei. Nördlich von Denver lagen viele Höhenzüge im Schnee, der weiter südlich bald verschwand. In den letzten Tagen war es in der Region mit um die 27° viel zu warm für die Jahreszeit. Heute herrschten bei der Landung (mit noch 10' Verspätung) angenehme 23°, und die Sonne schien. Das Mietauto habe ich für einmal bei Budget gebucht, und was geben die mir, einen VW Jetta. Da musste ich mich zuerst dran gewöhnen, mit VWs habe ich gar keine Erfahrung. Nun kam noch der Wermutstropfen meiner gestrigen Reiseplanänderung, ich musste jetzt noch 240 Meilen oder 390 km südwestwärts nach Alamosa fahren, damit ich morgen in passender Startposition für die weiteren Aktivitäten bin. Das wäre in etwa 4 Stunden zu machen, allerdings musste ich dabei an meinem Grundsatz rütteln, nicht im Finstern zu fahren, wobei die letzte Stunde Fahrt im Dunkeln überland verlaufen sollte. Es gab zwei Varianten, die sich um eine halbe Stunde unterschieden, die schnellere führte um Denver herum über die Highway im Flachland zuerst südlich, dann westlich, nicht sehr spektakulär, und ich wollte noch irgendwo Pause machen und etwas essen. Die zweite Variante führte nördlich am Rand von Denver vorbei, wobei noch zwei kurze Staus zu passieren waren, dann recht kurvenreich südwärts. Ich entschied mich trotzdem für diese zweite Route, sie versprach etwas mehr Einblick in die Landschaft. Und so war es dann auch, hinter Denver ging es ziemlich in die Berge hinein, auf und ab, aber gut ausgebaute Strasse, oft mit 65 mph/ca. 110 km/h zu befahren. In einem richtigen alten Country Store am Strassenrand holte ich mir unterwegs eine Zwischenverpflegung. Die Sonne blendete und ich genoss die Fahrt (noch), allerdings merkte ich erst spät (zu spät um umzukehren), dass der Radio im Auto nicht funktioniert, schade. Es ging über minimum zwei "Pässe", nicht als Strassen mit Serpentinen wie bei uns erkennbar. Als ich beim einen rasch anhielt um das Schild zu fotografieren, meinte ich nur ganz kurz, etwas wenig Luft zu bekommen. Erst viel später wurde mir bewusst, was ich da gerade auf dem Schild des Kenosha Pass aufgenommen hatte: Elevation 10'000 feet, hey das sind ja über 3'000 Meter über Meer!! Kein Wunder hatte ich ganz leichte Atemnot. Hinter den Pässen gabs jeweils Panoramablicke hinunter auf die weiten Ebenen, wunderbar im Abendlicht. Wie erwartet war dann die letzte Fahrtstunde zwischen Sieben und Acht schon im Dunkeln, und jetzt wurde es brandgefährlich. Denn in der Dämmerung waren plötzlich überall Tiere unterwegs, wilde Schafe und auch Rehe und Hirsche, grau in grau/braun fast nicht erkennbar, dem Wolf/Schakal/Kojote/Hund/Fuchs, der trotz unmittelbar vorausfahrendem Verkehr plötzlich mitten auf der Fahrbahn stand, konnte ich noch rechtzeitig ausweichen, und auch drei Hasen habe ich verschont. Die letzten etwa 50 Meilen verliefen mehrheitlich in der Geraden, so dass man zudem schon von weit her von den Scheinwerfern entgegenkommender Fahrzeuge geblendet wurde, was das Ausschau halten nach eventuellem Wildwechsel auch nicht gerade leichter machte. So war ich dann doch erleichtert, als endlich das Ortsschild von Alamosa auftauchte. Im Days Inn bekam ich das gestern reservierte Zimmer, Essen mochte ich nicht mehr, dafür habe ich noch Strategien für den morgigen Tag entwickelt, und jetzt muss ich nach diesem langen Reisetag mal liegen gehen, good night.

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